Britische Behörde ermittelt gegen Ticketmaster wegen Oasis-Vorverkauf
Oasis (2025). © Simon Emmett
Laut CMA wurden Sitzplätze für die Oasis-Reunion-Konzerte als sogenannte "Platinum-Tickets" zu einem Preis verkauft, der fast zweieinhalb Mal so hoch war wie der vergleichbarer Standardtickets – ohne dass diese Tickets einen erkennbaren Mehrwert boten. Sie befanden sich teilweise sogar in denselben Stadionbereichen.
Die Bezeichnung als "Platinum" habe bei vielen Fans fälschlicherweise den Eindruck erweckt, sie erhielten besonders gute Plätze oder Zusatzleistungen.
Intransparente Preisstaffelung bei Stehplätzen
Ein weiteres Problem aus Sicht der CMA war die Preisgestaltung bei Stehplätzen: Es gab zwei Preisstufen, wobei zunächst die günstigeren Tickets verkauft wurden. Danach wurden nur noch teurere Stehplatztickets angeboten – ohne dass die Käufer im Vorfeld über diese Staffelung informiert wurden.
Viele Fans warteten lange in digitalen Warteschlangen, ohne zu wissen, welchen Preis sie am Ende zahlen müssten. Die CMA stellte zudem klar, dass sie keine Hinweise auf den Einsatz dynamischer Preisanpassung in Echtzeit – etwa durch Algorithmen bei hoher Nachfrage – gefunden hat.
Ticketmaster lehnt Einigung ab
Die CMA versuchte zunächst, mit Ticketmaster eine freiwillige Lösung zu erzielen. Nachdem das Unternehmen aber keine Zugeständnisse machte, bereitet die Behörde nun rechtliche Schritte vor – hält sich aber parallel die Möglichkeit weiterer Gespräche offen.
Der Verkauf von "Platinum"-Tickets ist weit verbreitet und sorgt immer wieder für Kontroversen. Daher haben sich Künstlerinnen und Künstler wie The Cure, Neil Young u.a. gegen ihren Einsatz ausgesprochen.
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