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Doch keine dynamischen Preise?

Oasis-Vorverkauf: Britische Wettbewerbsbehörde fordert Änderungen bei Ticketmaster-Angaben

News von BackstagePRO
veröffentlicht am 27.03.2025

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Oasis-Vorverkauf: Britische Wettbewerbsbehörde fordert Änderungen bei Ticketmaster-Angaben

Oasis (2025). © Simon Emmett

Die britische Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde Competition and Markets Authority (CMA) hat Ticketmaster aufgefordert, die Art und Weise, wie das Unternehmen Tickets kennzeichnet und den Verbrauchern Preisinformationen zur Verfügung stellt, erheblich zu ändern.

Die Forderungen der Aufsichtsbehörde folgen auf eine förmliche Untersuchung der Vorgehensweise von Ticketmaster beim Verkauf von Oasis-Tickets im September 2024, die zu zahlreichen Verbraucherbeschwerden führte.

Teure Platin-Tickets

Die CMA zeigt sich in ihrer Mitteilung besorgt, dass Ticketmaster im Rahmen des Oasis-Vorverkaufs gegen das britische Verbraucherschutzrecht verstoßen haben könnte.

Die Behörde behauptet, dass Ticketmaster bestimmte Sitzplatztickets als "Platin Tickets" bezeichnete und sie für fast das zweieinhalbfache des Preises gleichwertiger Standard-Tickets verkaufte, "ohne ausreichend zu erklären, dass sie keine zusätzlichen Vorteile boten und sich oft im selben Bereich des Stadions befanden" wie die regulären Karten.

Aus diesem Grund sind Platin-Tickets schon lange umstritten. Kürzlich erklärte Neil Young, bei seinen Konzerten keine derartigen Tickets anbieten zu wollen.

Keine dynamischen Preise

Entgegen vieler Spekulationen wendete Ticketmaster laut der CMA kein algorithmisches "Dynamic Pricing"-Modell an, sondern gab zunächst eine Reihe von Stehplatzkarten zu einem niedrigeren Preis frei und, sobald diese ausverkauft waren, die restlichen Stehplatzkarten zu einem viel höheren Preis.

Die CMA behauptet, dass Ticketmaster die Verbraucher nicht darüber informiert habe. Das habe dazu geführt, dass Verbraucher nach langem Aufenthalt in einer Warteschleife mit einem deutlich höheren Preis konfrontiert worden seien als sie erwartet hätten. Daraufhin hätten sie die Wahl gehabt, diesen Preis zu akzeptieren oder die Transaktion abzubrechen.

CMA fordert weitere Änderungen

Seit Beginn der Untersuchung hat Ticketmaster einige Aspekte des Ticketverkaufs geändert, aber die CMA hält diese Änderungen nicht für ausreichend, um ihre Bedenken auszuräumen.

Die Behörde fordert nun weitere Änderungen an den Abläufen bei Ticketmaster. Diese Forderung beinhaltet Verbesserungen bei den Informationen, die den Kunden zur Verfügung gestellt werden, beim Zeitpunkt, an dem die Informationen bereitgestellt werden, und bei der Kennzeichnung bestimmter Tickets.

Hayley Fletcher von der CMA erklärt dazu:

"Fans haben über Probleme beim Kauf von Oasis-Tickets bei Ticketmaster berichtet, und wir haben entschieden, dass diese Bedenken untersucht werden sollten. Wir sind besorgt, dass Oasis-Fans nicht die nötigen Informationen erhalten haben oder zum Kauf von Tickets verleitet wurden, die sie für besser hielten, als sie waren. Wir erwarten nun, dass Ticketmaster mit uns zusammenarbeitet, um diese Bedenken auszuräumen, damit die Fans in Zukunft gut informierte Entscheidungen beim Ticketkauf treffen können. Alle Ticketing-Websites sollten prüfen, ob sie sich an das Gesetz halten und ihre Kunden fair behandeln. Wenn Unternehmen es richtig machen, profitieren die Verbraucher davon – und das ist das beste Ergebnis für alle."

Neue Maßnahmen zum Verbraucherschutz

Ab dem 6. April 2025 erhält die CMA im Rahmen des Digital Markets, Competition and Consumers Act 2024 neue Befugnisse im Bereich des Verbraucherschutzes, die es ihr ermöglichen, Verstöße gegen das Verbraucherrecht festzustellen, ohne den Fall vor Gericht zu bringen.

Diese Befugnisse werden es der CMA auch ermöglichen, gegen Unternehmen, die gegen das Verbraucherrecht verstoßen, Geldbußen von bis zu 10 Prozent ihres Umsatzes zu verhängen.

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