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Die Gemeinsamkeiten zwischen Ausbildung und Musizieren

Persönlicher Erfahrungsbericht: "Ja, Beruf und Hobby lassen sich verbinden"

Markennews von König & Meyer
veröffentlicht am 08.08.2018

berufswelt könig & meyer

Persönlicher Erfahrungsbericht: "Ja, Beruf und Hobby lassen sich verbinden"

Ausbildung in der Talentschmiede K&M. © KÖNIG & MEYER

Fabian Bruene ist Gitarrist in einer Coverband und vor allem im Alternativ- und Indiegenre daheim. Seit September 2016 macht er eine Ausbildung bei König & Meyer und stellt dabei fest: Arbeit und Hobby lassen sich verbinden!

Als ich noch ein Kind war, das von seiner Ausbildung so weit entfernt war, wie Oasis von der Wiedervereinigung, dachte ich: Arbeit und Hobby, das lässt sich in keinem Fall kombinieren. Das eine macht Spaß und das andere ist das notwendige Übel. Alles sah genau danach aus:

Früh hatte ich traurige Gewissheit, dass ich niemals Fußballprofi werden würde – mein erster Traumberuf. Und in der Zeit zwischen Grundschule und Oberstufe gab es weitere Berufswünsche, die meine These bestätigten.

Wenn man kein Fußballprofi wird…

Mit dem Abitur entschied ich mich dafür, Betriebswirtschaftslehre zu studieren – ein duales Studium sollte es sein. Aber wo, das war die Frage!? Und in dieser Phase wurde mir zum ersten Mal bewusst: Hobby und Beruf passen sehr wohl zusammen! Mit all ihrer Eloquenz bestärkte meine Schwester diese These:

"Choose a job you love and you will never work"

Aber wie kann man einen Beruf lieben? Entweder ist es eine Berufung, ein jahrelang gehegter Wunsch oder einfach eine Leidenschaft. Da ich schon den Berufsfußballer ausschloss, blieben nur die Schauspielerei und die Musik. Gitarre spielte ich seit 12 Jahren, die Schauspielerei begleitete mich bis dato schon 7 Jahre.

…muss man andere Wege wählen!

BWL in Verbindung mit dem Kunstbusiness zu studieren ist möglich, und warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute doch so nah ist?

Getreu dieses Mottos fand ich dann die Firma, die zu mir passte, wie Simon zu Garfunkel… Ich identifizierte mich mit dem Produkt, durfte Betriebsluft in diversen Ferienjobs schnuppern, kannte einige Mitarbeiter und Angestellte schon persönlich und die Firma war nur 15 Minuten von Daheim entfernt. So bewarb ich mich schließlich und arbeite seit September 2016 bei König & Meyer.

Und ich muss tatsächlich sagen: Parallelen zwischen Ausbildung und Musizieren sind keine Illusion, es gibt sie wirklich und machen die Lehrjahre ("…sind keine Herrenjahre") wirklich erträglicher.

Spaß ist die Basis fürs Musizieren. Gleiches gilt für die Ausbildung.

Spaß ist die Basis fürs Musizieren. Gleiches gilt für die Ausbildung.

Arbeit & Hobby verbinden

Wer kein Spaß an seinem Instrument hat, der wird das Instrument zu 99% verstauben lassen, sofern die Helikoptereltern ihre Kinder nicht dazu zwingen. Spaß ist die Basis und Voraussetzung für das Musizieren. Gleiches gilt wohl auch für die Ausbildung, beziehungsweise den Beruf. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung publizierte im April 2018 eine Zahl von rund 20% Ausbildungsabbrechern. Die Gründe sind unterschiedlicher Natur, aber "mangelnder Spaß" ist mit ca. 35% kein zu vernachlässigender Faktor.

Ebenso gilt: Ohne Fleiß kein Preis. Diesen Spruch hört man ständig und irgendwann kommt er zu den Ohren raus. Wer keine Motivation zum Üben oder zum Lernen hat, der wird es sowohl in der Ausbildung als auch am Instrument nicht wirklich weit bringen. Akribisch Skalen für das Solieren auf der Gitarre zu lernen erfordert zugegebenermaßen viel Muse. Das Applaudieren der Zuschauer sollte eines Tages aber die Belohnung sein. Projizieren lässt sich gleiches natürlich auch auf die Schule. Schule ohne Lernen? Schlicht unmöglich! Dementsprechend ist beidseitige Motivation, also die deiner Ausbildungsstätte und deiner selbst unerlässlich.

Apropos Skalen: Sie bilden das Grundgerüst, zeigen aber noch nicht deine wahren Fertigkeiten. Stell dir also vor, sie stehen symbolisch für deine Noten. Neben diesen bedarf es an Talent und einer Extraportion Kreativität. Sie macht dich aus, macht dich individuell und unverwechselbar. In der Ausbildung ist ein kreativer Umgang mit Problemen brandaktuell. Wer keine Kreativität ausstrahlt ist ersetzbar, uninteressant und leicht zu vergessen. Gleiches gilt auch für den Gitarristen, der zwar theoretisch alle Skalen herunterspielen kann, aber keinen eigenen Style präsentiert. Stellt euch Santana ohne seine (oft orientierungs-losen :P) Bendigs vor…(ich hoffe, das verstehen auch alle Nicht-Gitarristen).

Konfuzius sagt

Wie ich euch oben schon beschrieben habe, spiele ich selbst Gitarre und begann meine musikalische Ausbildung in der städtischen Musikschule vor Ort. Gezeigt, geübt und gelernt – dieses Prozedere kennt jeder. Autodidaktisch fängt man, schätze ich, erst später an. Einen derartigen Meister, der nach allen Regeln des Ausbildens die Stücke mit einem einübt, gibt es auch bei uns in der Ausbildung in jeder Fachrichtung. Sich etwas zeigen lassen ist keine Schande! Nicht ihr macht den Job schon seit zehn Jahren, sondern eure Ausbilder. Das Credo bei K&M lautet:

"Sage es mir und ich werde es vergessen. Zeige es mir und ich werde es vielleicht behalten. Lass es mich tun und ich werde es können."
– Konfuzius

Wer es jetzt noch etwas wissenschaftlicher möchte, sollte hier weiterlesen: Die Zwei-Faktoren-Theorie nach Harzberg differenziert die Entstehung der Arbeitszufriedenheit in zwei Bereiche. Die Hygienefaktoren auf der einen, die Motivationen auf der anderen Seite. Hygienefaktoren, deren bekannteste Vertreter Entlohnung und Gehalt, zwischenmenschliche Beziehung zu Mitarbeitern und Vorgesetzten oder Sicherheit der Arbeitsstelle sind, verhindern zwar die Unzufriedenheit, machen aber nicht zwangsläufig zufrieden. Die Motivatoren hingegen, beispielsweise in Form von Anerkennung, Verantwortung oder Beförderung, verändern in starkem Maße die Zufriedenheit.

Es geht um eine Vertrauensbasis

Es ist wie es ist: Hobbymusiker verfolgen ihre Passion nicht aus Geldgründen! Man freut sich zwar über den ein oder anderen Pfennig, der in die Kaffeekasse wandert, damit die Fahrtkosten gedeckt werden und das neue Equipment wieder finanziert werden kann. Aber in erster Linie geht es darum – ich maße mir jetzt einfach mal an stellvertretend für die meisten Hobbybands zu reden – mit der Musik Leute zu begeistern, sein Können anderen zu zeigen und einfach für einen gelungenen Abend zu sorgen. Anerkennung und Bewunderung sind die Zauberworte. Versteht mich nicht falsch! Cover- und Amateurbands sollten entlohnt werden, aber Priorität Nummer 1 als Hobbymusiker ist nicht, das große Geld zu verdienen.

Um den wissenschaftlichen Teil etwas kleiner zu halten, fahre ich nun mit den Motivationen fort. Anerkennung erhalte ich für meine Leistung auf und neben der Bühne von den Zuhörern und meinen Bandkollegen, Verantwortung übernehme ich zwangsläufig als Musiker in einer Band, egal ob Begleit- oder Lead- Gitarrist und die Beförderung beziehungsweise das Synonym der Aufstieg sollte ja selbsterklärend sein. Ich werde von anderen Abteilungen angefragt, darf mehr Soli übernehmen… Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Sich etwas zeigen lassen ist keine Schande.

Sich etwas zeigen lassen ist keine Schande.

Auf den oben zitierten zwischenmenschlichen Kontakt möchte ich aber noch einmal genauer eingehen: Es geht um eine Vertrauensbasis, ein Klima des Verständnisses und der Hilfe. Auch das Unternehmen funktioniert wie eine Band: Nicht auf einander eingestimmt, nicht im selben Takt laufend, ist sie zum Scheitern verurteilt. Es gilt eine Basis zu schaffen, auf der jeder sein Können dann zeigen kann, wenn es gebraucht wird, Hilfe dann angeboten wird, wenn sie nötig ist und Vertrauen dann gilt, wenn es am wichtigsten ist.

All das hat sich mit der Zeit auch in der Organisationslehre gewandelt. Im Scientific Management, dessen bekanntester Vertreter Taylor war, galten all diese menschlichen Einflüsse als zu eliminierende Störfaktoren. Der einzige Takt, der schlug, war das Fließband. Denken hat man damals "denen da oben" überlassen. Menschen in der Produktion waren einfach "Another brick in the wall".

Gemeinsam rocken

Irgendwann juckt es den meisten Musikern unter den Fingern: Ich will in eine Band! Gemeinsam die Bühne so richtig rocken, Spaß haben und einfach den Zuhörern zeigen, wie richtig gute Musik gemacht wird. Eine Band ist ein Kollektiv, das sich (best case) nicht nur für einen Gig formiert, sondern durch Kontinuität auszeichnen will. Klar bestehen die meisten Bands nicht in ihrer Ursprungsform, doch zeichnet sich immer wieder die Renaissance alter Formationen ab.

Glücklicherweise bist du auch in der Ausbildung bei König & Meyer kein Einzelkämpfer. Das Unternehmen bildet pro Jahr mehrere Azubis verschiedener Fachrichtungen, verschiedenen Alters und Interessen aus. In der Jugendauszubildenden-Vertretung könnt ihr euch absprechen, Hilfe holen und vor allem auch beim Betriebsrat Veränderungen vorschlagen. So sollte eurem gemeinsamen Auftritt nichts im Wege stehen.

Das waren meine Erfahrungen mit der Verbindung von Ausbildung und Musik. Wie sind eure?

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König & Meyer

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