Freie Kulturszene alarmiert
Petition an Kulturstaatsministerin Roth wegen Kürzungen in der freien Kulturszene übergeben
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Freie Künstler protestieren gegen die Kürzung der Mittel der Bundeskulturfonds. © Dorothea Tuch
Im Vorfeld haben bereits die betroffenen Bundeskulturfonds eine Stellungnahme veröffentlicht, in der die Sparpläne kritisiert und eine Korrektur gefordert werden – insbesondere vor dem Hintergrund, dass der Haushalt für den Kulturbereich für das Jahr 2025 insgesamt sogar erhöht wurde.
Dramatische Kürzungen
Der Haushaltsentwurf für 2025 sieht eine drastische Reduzierung der Mittel der Bundeskulturfonds vor, die auf etwa die Hälfte der Mittel von 2024 sinken sollen. Außerdem soll die Förderung des Bündnisses der internationalen Produktionshäuser komplett gestrichen werden. Weitere Informationen gibt es hier.
Die sechs Bundeskulturfonds sind der Deutsche Literaturfonds, der Deutsche Übersetzerfonds, der Fonds Darstellende Künste, der Fonds Soziokultur, der Musikfonds und die Stiftung Kunstfonds.
Petition von mehr als 30.000 Personen unterschrieben
Die Petition "AN DER FREIEN KUNST ZU SPAREN, KOSTET ZU VIEL!" wurde von Regisseur und Choreograf Heinrich Horwitz initiiert, um auf die Relevanz dieser in der Öffentlichkeit wenig bekannten Fonds aufmerksam zu machen, die aber das Überleben vieler Künstler sichern.
Zudem verweist die Petition auf die Bedeutung der Kulturszene für die Gesellschaft und für den Erhalt der Demokratie. Die Petition fordert weiterhin einen Ausbau der freien Kulturlandschaft, wie es auch die Bundesregierung in ihrem Koalitionsvertrag ursprünglich vereinbart hatte.
Aktuell zählt die Petition bereits über 30.000 Unterzeichner, zu denen auch die Schauspielerin Sandra Hüller zählt.
Warnungen vor weitreichenden Folgen
Im Zusammenhang der Übergabe fand auch ein Pressegespräch statt, bei dem diverse Künstler an die Bundesregierung appellierten, den Haushaltsentwurf zu korrigieren.
So betonte Initiator Heinrich Horwitz die Wichtigkeit der Freien Künste für eine diverse und vielfältige Gesellschaft. Theatermacher Alexander Karschnia warnte vor einer Schwächung der Demokratie.
Auf einen wichtigen Aspekt verwies der englische Theaterautor Tim Etchells. Da die Kulturszene international verwoben sei, hätten die Kürzungen nicht nur hierzulande negative Auswirkungen, sondern auch anderorts, wo die freie Kulturszene ebenfalls unter Druck sei.
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