Enttäuschte Abonnenten
Preiserhöhungen von bis zu 56 Prozent: YouTube Premium wird in einigen Ländern deutlich teurer
© Collabstr via unsplash.com
Die Neuigkeiten der Preiserhöhung waren durch Berichte von YouTube Premium Nutzer*innen bekannt geworden, die ihren Frust über die teils drastischen Preissteigerungen auf der Plattform Reddit geäußert hatten.
Die Preiserhöhungen betreffen sowohl Einzel- als auch Familienabonnements und betragen je nach Region zwischen 30 und 50 Prozent, in manchen Fällen sogar mehr als 50 Prozent.
Deutlich teuer
Um werbefreie Videos auf YouTube zu schauen, müssen beispielsweise Nutzer*innen in der Schweiz laut Heise Online ab November rund 36 Euro für ein Familienabo zahlen. Das entspricht einer Preiserhöhung von ungefähr 10 Euro.
Auch das Einzelabo soll in der Schweiz teurer werden. Statt dem bisherigen Preis von umgerechnet knapp 17 Euro, zahlen Abonennt*innen künftig 19 Euro.
In Schweden steigen die Kosten für ein Familienabonnement sogar von umgerechnet 15,82 Euro auf 24,66 Euro – und somit um ganze 56 Prozent. Ähnlich hoch ist die Preiserhöhung für ein Einzel-Abo in Norwegen (plus 42 Prozent).
Die ganze Welt betroffen
Weitere Preiserhöhungen betreffen Einzel-und Familienabos in Singapur, Kolumbien, Indonesien und Thailand sowie EU-Länder wie Italien, Belgien und Irland. Für Deutschland und Österreich sind aktuell keine Preiserhöhungen angekündigt.
Weitere Beispiele für Preiserhöhungen hat Heise Online in diesem Artikel zusammengefasst.
Steht eine Kündigungswelle bevor?
Einige Nutzer*innen äußerten bereits ihre Enttäuschung über die neuen Abo-Preise. Nicht wenige gaben an, ihr YouTube Premium Abonemment nun kündigen zu wollen, so auch dieser Nutzer, der sich in einem Reddit-Thread zum Thema zu Wort gemeldet hatte:
"Ich werde nicht 44 Prozent mehr für den gleichen mittelmäßigen Service bezahlen. Ich hätte eine Preiserhöhung von 10 Prozent in Betracht gezogen. Viel Glück beim Verlust von Kunden und Umsatz – ich verschiebe unsere Musikbibliothek am nächsten Wochenende zu Spotify Duo und werde einen Weg finden, die Youtube-Anzeigen zu umgehen."
Ein anderer Nutzer schrieb:
"Ich habe meine Mitgliedschaft sofort gekündigt, als ich die E-Mail sah, und ich möchte andere YouTube-Premium-Mitglieder auffordern, dasselbe zu tun. Dort, wo ich herkomme (Irland), ist die Erhöhung der Abonnementgebühr auf 17,99 Euro pro Monat absolut absurd."
Premium Lite als Alternative?
Da der Konzern sich bewusst zu sein scheint, dass Nutzer aufgrund der Preiserhöhungen ihr Abo kündigen, wirbt YouTube aktuell mit einem "Premium Lite"-Angebot.
In Deutschland und Österreich soll dieses sechs Euro monatlich kosten und "weniger Werbung" beinhalten als das kostenfreie Angebot. Was genau darunter zu verstehen ist, ist jedoch nicht ganz klar.
Anders als im Premium-Abonnement gibt es beispielsweise keine Möglichkeit zum Abspielen von Musik im Hintergrund oder offline. Weiterhin beinhaltet das Lite-Abo keinen Zugang zu YouTube Music.
Ähnliche Themen
So hoch wie nie
Youtube erreicht Rekordumsatz von 10 Milliarden Dollar im vierten Quartal 2024
veröffentlicht am 10.02.2025
Mehr Anpassungsmöglichkeiten
YouTube stellt neue Funktionen vor - auch für YouTube Music
veröffentlicht am 22.10.2024
Kurzfristige Einigung
YouTube und US-Verwertungsgesellschaft SESAC legen Streit bei und erneuern Lizenzvertrag
veröffentlicht am 01.10.2024
Innovative Werkzeuge
Neue Tools zur KI-Regulierung: YouTube will Kontrolle von Content-Entwicklern über ihre Identität stärken
veröffentlicht am 17.09.2024
Mehr Möglichkeiten zur Musikentdeckung
YouTube Music testet KI-Radiofeature und startet neue Suchfunktion
veröffentlicht am 23.07.2024