Klare Worte
"Skrupellose Ausbeutung": US-Künstler protestieren gegen KI-Plattform Suno
© Neeqolah Creative Works via unsplash
Der offene Brief trägt den Titel "Say No To Suno" und richtet sich klar gegen die unautorisierte Nutzung von kreativen Werken zum Training von künstlicher Intelligenz. In dem Brief heißt es:
"Die skrupellose Ausbeutung des gesamten musikalischen Reichtums der Welt überschwemmt Plattformen mit KI-Müll und verwässert die Einnahmen der legitimen Künstler, aus deren Musik dieser Müll entsteht."
Besorgniserregende Zahlen
Auf Suno würden täglich bis zu 7 Millionen Titel generiert, was auf eine stetig wachsende Anzahl an KI-Musik hindeutet. Die Statistiken von Deezer zeigen, dass diese KI-generierten Titel oft mit betrügerischen Zielen auf Streaming-Plattformen hochgeladen werden.
Die Unterzeichner des offenen Briefes greifen Suno direkt an und kritisieren "die dreiste Ausbeutung von Künstlern durch unverantwortliche KI, deren Profiteure originale Kunstwerke neu zusammenstellen, remixen und als etwas Neues weiterverkaufen":
"Sie stellen nicht die Technologie in den Dienst der Künstler, sondern die Künstler in den Dienst ihrer Technologie."
Plädoyer für verantwortungsvolle KI
Der Brief ruft dazu auf, den Fokus auf mehr Verantwortungsbewusstsein und Respekt in der Verwendung von KI in der Musikwelt zu legen. Die Innovationen sollten Künstler fördern, statt sie zu ersetzen.
Viele Musiker und Musikerinnen begrüßten den verantwortungsvollen Umgang mit KI für die Herstellung und Verbreitung von Musik, so die Unterzeichner. Es sei aber etwas völlig anderes eine Umgebung zu schaffen, "in der KI-generierte Werke, die aus unserer Musik stammen, massenhaft verbreitet werden, um unsere Tantiemen zu verwässern oder, schlimmer noch, diejenigen zu belohnen, die aktiv versuchen, Betrug zu begehen." Aus diesem Grund sollten Künstler Suno nicht vertrauen.
Forderung nach klaren Regeln
Stattdessen fordern die Unterzeichner, dass sich KI-generierte Musik innerhalb eines Rahmens entwickeln müsse, "der Künstler respektiert und vergütet, die menschliche Kreativität fördert, anstatt sie zu ersetzen, und Fans in die Lage versetzt, sich mit der Musik, die sie lieben, auseinanderzusetzen."
Gleichzeitig müssten KI-Dienste die Massenverbreitung von KI-Schund verhindern und Betrüger daran hindern, genau das musikalische Ökosystem zu zerstören.
Zu den Unterzeichnenden des offenen Briefes zählt Ron Gubitz, der Executive Director der Music Artist Coalition, Helienne Lindvall, die Präsidentin der European Composer and Songwriter Alliance), Tift Merritt, Vorstand der Artist Rights Alliance) und weitere.
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