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Erfolgsbilanz mit Schattenseiten

Spotify schüttete 2024 10 Milliarden US-Dollar an Musikindustrie aus

News von BackstagePRO
veröffentlicht am 30.01.2025

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Spotify schüttete 2024 10 Milliarden US-Dollar an Musikindustrie aus

© cottonbro studio via pexels.com

Spotify hat im Jahr 2024 erstmals mehr als 10 Milliarden US-Dollar an die Musikindustrie ausgeschüttet. Spotify sieht das als Zeichen eines funktionierenden Systems, das erst am Anfang stehe.

David Kaefer, Vizepräsident für das Musikbusiness bei Spotify stellt in einem Blogpost die Sichtweise des Unternehmens auf die Streaming-Revolution dar.

Wiederauferstehung der Musikbranche

Nach dieser hat Spotify einen wichtigen Beitrag zur Revitalisierung der Musikbranche geleistet, die heute einen Wert von 45,5 Milliarden US-Dollar hat. 

Im Jahr 2014 befand sich die Musikindustrie an einem Tiefpunkt, da die globalen Einnahmen nur noch 13 Milliarden Dollar betrugen. Zu diesem Umsatz trug Spotify damals etwa 1 Milliarde Dollar bei und hatte rund 15 Millionen zahlende Abonnenten.

10 Jahre später zahlt der Streaming Anbieter 10 Milliarden US-Dollar an die Musikindustrie aus. Seit Gründung des Unternehmens summieren sich die Auszahlungen auf fast 60 Milliarden US-Dollar.

Mehr Künstler profitieren

Während 2014 nur rund 10.000 Künstler Einnahmen von mehr als 10.000 US-Dollar pro Jahr erzielten, nehmen heute über 10.000 Künstler mehr als 100.000 Dollar jährlich durch Spotify ein. Diese Veränderung zeigt laut Kaefer, dass das Streaming-Modell von Spotify mehr Künstlern hilft, eine nachhaltige Karriere aufzubauen.

Mehr als 50 Prozent der Einnahmen von Indie-Labels stammen von Spotify. Zudem sind die Barrieren gefallen, die früher Musikerinnen und Musiker überwinden mussten, um ihre Musik zu veröffentlichen. Jeder Künstler, der heutzutage Musik aufnehmen will, hat die Möglichkeit, diese mit Hilfe von Streaming-Diensten wie Spotify weltweit zu verbreiten – und das ohne Zeitverzug.

Das Erfolgsmodell von Spotify

Laut Kaefer sind drei Faktoren dafür verantwortlich, dass Spotify weiter Marktführer bleiben wird. Zum einen ist das die Nutzerbindung: Personalisierte Empfehlungen und Features wie Spotify Wrapped bieten den Hörern persönliche Einblicke und Anreize, die dafür sorgen, dass diese immer wieder zurückzukommen. Außerdem lockt das kostenlose, werbefinanzierte Angebot Nutzer an, von denen viele später Premium-Abonnenten werden. Mehr als 60 Prozent der Premium-Abonnenten waren einmal User des kostenlosen Services.

Die Verfügbarkeit von Spotify in unterschiedlichen Märkten zu unterschiedlichen Preisen ist ein weiterer wichtiger Faktor. Heute wächst die Verbreitung von Streaming-Services in Ländern wie Indien, Nigeria, Brasilien und Mexiko massiv. Noch vor 10 Jahren galten es in der Musikindustrie als unmöglich, in diesen Ländern einnahmen zu erzielen.

Ziel von Spotify sei, mit Hilfe von Innovation und strategischen Partnerschaften 1 Milliarde zahlende Abonnenten weltweit zu erreichen. 

Kritik an dem Streaming-Giganten

Doch gibt es nicht nur (Selbst-)Lob für den Streaming-Giganten Spotify. Seit dem 1. April 2024 hat Spotify einen großen Teil der auf der Plattform vertretenen Songs demonetarisiert, den die Plattform vergütet nur noch Songs, die jährlich mindestens 1000 Streams von 50 unterschiedlichen Hörer*innen erhalten. 

Diese willkürliche Schwelle steht im Widerspruch zur Behauptung von Spotify, der Streaming-Gigant unterstütze unabhängige Künstler und Labels. Stattdessen profitieren vom Wachstum hauptsächlich die Major Labels und eine kleine Zeil von Künstlern, die eine große Zahl von Streams erzielen. Bei der breiten Masse der bei Spotify vertretenen Acts kommt dabei wenig oder gar nichts an.

Was Spotify nicht sagt

Interessant ist, dass die Aussagen von David Kaefer stark wachstumsorientiert sind. Das entspricht der Profitabilitäts-Strategie, die das Unternehmen seit einigen Monaten fährt. Das Ergebnis sind höhere Gewinne und ein stetig steigender Aktienkurs.

Es spielt aber offensichtlich keine Rolle, wie das Wachstum erzielt wird. Überhaupt kein Thema ist die immer größere Rolle von KI-erzeugten Tracks. Anders als der Konkurrent Deezer scheint Spotify keine Maßnahmen zu planen, um diese Tracks zu identifizieren und ggf. zurückzudrängen. Auch Streaming-Betrug kommt in Kaefers Statement nicht zur Sprache. 

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