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"Save Music, Save the Archive"

Über 750 Künstlerinnen und Künstler fordern Rücknahme der Klage gegen das Internet Archive

News von BackstagePRO
veröffentlicht am 18.12.2024

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Über 750 Künstlerinnen und Künstler fordern Rücknahme der Klage gegen das Internet Archive

© Mikhail Nilov

2023 verklagten die Major Labels Universal und Sony die Online-Bibliothek Internet Archive. Grund dafür ist ein Projekt, bei dem Schellack-Platten gesammelt und digitalisiert werden sollen. Nun fordern mehr als 750 Künstlerinnen und Künstler die Beilegung der Klage – und schlagen stattdessen u.a. eine Partnerschaf mit dem Internet Archive vor.

Die Plattenfirmen Sony und Universal werfen der Online-Bibliothek Internet Archive Verstöße gegen das US-amerikanische Copyright-Gesetz vor. Die Klage bezog sich auf das "Great 78 Project", bei dem bereits 400.000 Schellack-Platten digitalisiert wurden. 

Sollten die Labels mit ihrer Klage Erfolg haben, drohen dem Internet Archive Schadensersatzzahlungen von bis zu 621 Millionen US-Dollar. Weitere Informationen zu dieser Klage findet ihr hier.

Musiker gegen die Klage

Über 750 Künstlerinnen und Künstler, darunter Tegan & Sara, Open Mike Eagle und  Amanda Palmer haben nun einen offenen Brief veröffentlicht, in dem sie die Plattenfirmen dazu aufgefordern, die Klage fallen zu lassen. 

"We don't believe that the Internet Archive should be destroyed in our name", heißt es am Anfang des Briefes. Statt der Klage sollen Plattenfirmen andere, bessere Wege finden, um Künstler:innen zu unterstützen. Der Brief, in dem das Internet Archive als "wichtige gemeinnützige Kultureinrichtung" bezeichnet wird, nennt drei konkrete Forderungen.

Was die Artists stattdessen fordern

An erster Stelle steht der "Schutz des vielfältigen musikalischen Vermächtnisses". Der Brief erklärt, dass Künstler:innen nicht darauf vertrauen könnten, dass die Musikindustrie Lieder und damit die Musikgeschichte zuverlässig archiviert. Besonders die Musik von unbekannteren Artists könnte dadurch für immer verloren gehen.

Der Brief fordert konkret zu Partnerschaften zwischen Künstler:innen/Plattenlabels und Non-Profit-Organisationen wie dem Internet Archive auf, um sicherzustellen, dass Musik auch über Jahre erhalten bleibt.

Künstler statt Monopole

Musiker:innen erhalten oftmals wenig Vergütung für das, was sie tun, während ein Großteil des Geldes vor allem den Großkonzernen zugutekommt. Konkret fordert der Brief, dass beim Verkauf von Merch 100% des Erlöses an die Künstler:innen gehen soll. 

Außerdem fordern die Künstler:innen transparente Ticketing-Praktiken, bei denen ihre Einnahmen im Vordergrund stehen. Damit soll es ihnen ermöglicht werden, von der Live-Musik zu leben.

Faire Bezahlung beim Streaming

Zuletzt fordert der Brief eine angemessene Bezahlung der Künstler:innen durch Streaming-Dienste. Vom Streaming profitieren größtenteils die Anbieter, die Künstler:innen erhalten nur eine geringe Kompensation.

Der Brief fordert die Musikindustrie konkret dazu auf, diese Ungerechtigkeit zu beseitigen und eine faire Vergütung für Künstler:innen sicherzustellen. Die Umsetzung dieser Forderungen sollen eine nachhaltige Zukunft für Künstler und Künstlerinnen ermöglichen.

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