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UMG-Übernahme durch Bill Ackman hängt hauptsächlich von Milliardärsfamilie Bolloré ab

News von BackstagePRO
veröffentlicht am 09.04.2026

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UMG-Übernahme durch Bill Ackman hängt hauptsächlich von Milliardärsfamilie Bolloré ab

Das UMG-Headquarter in Santa Monica, Kalifornien. © Coolcaesar via Wikimedia (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Umgheadquarters.jpg) / Lizenz: CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)

US-Investor Bill Ackman plant, mit einer Summe von fast 56 Milliarden Euro die Universal Music Group (UMG) aufzukaufen. Ob der Deal zustande kommt, liegt größtenteils in den Händen der französischen Milliardärsfamilie Bolloré. Nicht alle Beobachter sind überzeugt, dass ein Deal zustandekommt.

Kürzlich hat Bill Ackman, CEO von Pershing Square Capital Management, ein Angebot zur Übernahme von Universal Music vorgelegt, in dem das größte Musikunternehmen der Welt mit rund 55,75 Milliarden Euro bewertet wird. Jetzt bestätigt der Konzern den Erhalt des Angebots in einem offiziellen Statement. 

Der Vorstand kündigte an, das Übernahmeangebot gemeinsam mit seinen Beratern zu prüfen und die Auswirkungen auf Aktionäre, Mitarbeiter, Künstler, Songwriter und andere Interessengruppen zu analysieren. In dem Statement heißt es weiter, man habe "volles Vertrauen in die Strategie von UMG" sowie in die Führung durch CEO Lucian Grainge.

"Musik in meinen Ohren"

Ob Ackman mit seinem Angebot erfolgreich sein wird, hängt maßgeblich von der französischen Milliardärsfamilie Bolloré ab. Diese hält aktuell 28 Prozent der UMG-Anteile, davon 18 Prozent direkt und weitere zehn Prozent über ihre Beteiligung am Medienkonzern Vivendi.

Da für eine Transaktion eine Zweidrittelmehrheit der Aktionäre erforderlich ist, kann der Deal ohne die Zustimmung von Bolloré Zustimmung nicht abgeschlossen. Nach ersten Gesprächen zeigt sich Ackman zuversichtlich:

"Mein erster Anruf gestern ging an Bolloré. Ich wollte ihnen lediglich einen groben Überblick über die Transaktion geben. Die Antwort, die ich erhielt, lautete: 'Das ist Musik in meinen Ohren.' Daraufhin beschlossen wir, weiterzumachen."

Bolloré und die weiteren Großaktionäre von UMG wie Vivendi oder Tencent haben sich aktuell zu Ackmans Plänen noch nicht offiziell geäußert. Ackman erklärt jedoch er sähe keinen Grund, warum die Anteilseigner seine Übernahmepläne nicht unterstützen sollten.

Skepsis bei Analysten

Ein Analyst des Bankhauses JP Morgan Chase sieht die Lage weit weniger optimistisch. In einer kürzlich verbreiteten Meldung erklärte Daniel Kerven, ein langjähriger Beobachter von Universal Music Group (UMG) und Vivendi –, dass er "überrascht wäre", wenn Vincent Bolloré das Übernahmeangebot unterstützen würde.

Kerven wies darauf hin, dass der Vorschlag von Ackman nichts enthalte, was UMG nicht auch selbst umsetzen könnte – vorausgesetzt, das Unternehmen habe die Unterstützung seiner wichtigsten Aktionäre und des Vorstands.

Die zentrale Frage sei laut Kerven, ob Bolloré/Vivendi "das Geld benötigt oder möchte, andernorts bessere Investitionsmöglichkeiten sieht und bereit ist, deutlich unterbewertete UMG-Aktien mit Abschlag auf ihren inneren Wert zu verkaufen und damit potenzielles Aufwärtspotenzial zu verwässern."

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