"Nicht im besten Interesse"
Universal Music lehnt Übernahmeangebot von Bill Ackman ab
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Lucian Grainge (links), CEO Universal Music Group, gemeinsam mit dem Schauspieler James Corden und Irving Azoff (Azoff MSG Entertainment) (2018). © Luke Harold via Flickr / Lizenz: CC0
Der Vorstand von UMG stellte einstimmig fest, dass der Vorschlag von Pershing Square Capital Management "nicht im besten Interesse von UMG, seinen Aktionären, Künstlern, Songwritern, Mitarbeitenden und anderen Interessengruppen" liege.
Das Angebot würde UMG grundlegend und erheblich unterbewerten und verspräche keine überdurchschnittliche Wertschöpfung. UMG habe mit vielen Aktionären gesprochen und glaube, dass breiter Konsens für diese Entscheidung besteht.
Milliardärsfamilie besitzt 28 Prozent von Universal
Wenige Tage vor der Entscheidung sprach sich die Milliardärsfamilie Bolloré gegen den Verkauf aus. Da die Familie 28 Prozent der Aktien von Universal Music direkt besitzt und weitere Anteile über ihre Beteiligung an Vivendi kontrolliert, hätte die Familie einem Verkauf des Unternehmens zustimmen müssen.
Bill Ackmans Firma Pershing Square Capital Management wollte 55,75 Milliarden Euro für UMG zahlen, davon allerdings nur eine vergleichsweise geringen Teil in bar. Der Großteil des Geldes sollte hingegen in Form einer Beteiligung am neuen UMG fließen. Genau diesen Umstand kritisierte Cyrille Bolloré, CEO der Bolloré Group:
"Wir sind der Meinung, dass der Preis überhaupt nicht angemessen ist. Er macht kein Angebot mit seinem eigenen Geld. Es ist unser Geld, das Geld des Unternehmens."
Bolloré beschrieb die kommenden fünf bis sechs Jahre als kritischen Zeitraum, um von Superfan-Abonnements, Live-Musik, geografischer Expansion und Merchandising zu profitieren. Dennoch räumte Bolloré ein, dass Ackman "ein sehr kluger Investor" sei, der "interessante" Punkte in Hinblick auf die Verwendung von Finanzmittlen und zu den Chancen der KI angesprochen habe.
Wenn UMG der Übernahme zugestimmt hätte, hätte das Unternehmen den Standort seiner Börsennotierung von Amsterdam nach New York verlegt.
Vertrauen in den CEO
Das Unternehmen Universal setzte sich laut seinem Statement zum Kaufangebot kontinuierlich mit Business- und Finanzstrategien auseinander. Sherry Lansing, Vorstandsvorsitzende von UMG, bekräftigte:
"UMG hat sich durch eine klare Vision und konsequente Umsetzung eine unangefochtene Position in der Musikbranche erarbeitet. Der Vorstand hat volles Vertrauen in die Fähigkeit von Sir Lucian Grainge und seinem Team, nachhaltiges Wachstum und eine kontinuierliche Wertschöpfung für alle Interessengruppen zu erzielen."
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