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Hoher Schadensersatz?

US-Band The American Dollar verklagt Suno wegen Urheberrechtsverletzungen

News von BackstagePRO
veröffentlicht am 21.05.2026

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US-Band The American Dollar verklagt Suno wegen Urheberrechtsverletzungen

© The American Dollar

Die Agentur des Instrumental-Duos The American Dollar verklagt Suno. Die KI-Musikplattform soll 236 ihrer Songs zum Trainieren des KI-Tools verwendet haben. Als Ausgleich fordert das Musikduo bis zu 150.000 US-Dollar pro Titel, insgesamt 35 Millionen US-Dollar.

Die Flut von KI-Inhalten nach dem Start des Programms soll ihre Einkünfte nach Aussagen des  Ambient-Instrumental-Duo The American Dollar erheblich negativ beeinflusst haben. Ihre Lizenzerlöse seien seit dem öffentlichen Start von Suno um 80 Prozent eingebrochen. Die Musik des Duos wurde von Unternehmen wie Apple genutzt und in Serien wie CSI:Miami verwendet.

Als Grund sehen sie das Verwenden ihrer Musik zum Training der Suno-KI, das die Erstellung von Musik auf der Basis einfacher Prompts erlaubt. Das Duo nutzte einen Suno-Account und benutzte die Songtitel ihrer eigenen Musik, um KI-Musik zu erschaffen. Diese KI-generierten Songs würden auffallende Ähnlichkeiten zu ihrer eigenen Musik aufweisen, weshalb das Duo davon ausgeht, dass die KI mit ihrer Musik trainiert wurde.

Verhandlung vor US-Bezirksgericht

Die Klage wurde am 12. Mai vor einem US-Bezirksgericht in New York durch Poseidon Wave Media, die Agentur des Duos, eingereicht. In der Klageschrift heißt es:

"Die weitreichende Nachbildung wesentlicher Elemente der urheberrechtlich geschützten Titel durch Suno AI lässt sich nur dadurch erklären, dass der Beklagte die urheberrechtlich geschützten Titel des Klägers ohne Lizenz oder Befugnis verwendet hat."

Von den Urheberrechtsverletzungen sollen 236 Titel betroffen sein. Poseidon Wave Media beantragte die Feststellung eines vorsätzlichen Rechtsverstoßes, eine einstweilige und dauerhafte Unterlassungsverfügung sowie Schadenersatz in Höhe von bis zu 150.000 US-Dollar pro verletztem Werk oder den tatsächlichen Schaden sowie die Gewinne, die Suno in Folge des Rechtsverstoßes erzielt hat. Das Unternehmen beantragte auch die Verhandlung vor einem Geschworenengericht.

Kritik an Nutzung kreativer Arbeit

Das Musikunternehmen betont außerdem den Wert kreativer Werke und kritisiert den aktuellen Umgang mit KI-Modellen: 

"Wenn solche Produkte nicht an etablierte und seit langem bestehende rechtliche Vorgaben gebunden sind, werden sie echte menschliche Kreativität verdrängen, anstatt sie zu fördern."

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