Effektive Begrenzung oder Augenwischerei?
Suno kündigt konkrete Download-Limits an, lässt aber Hintertür offen
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Künstliche Intelligenz hat große Auswirkungen auf den Kulturbetrieb. © Steve Johnson via unsplash.com
Nutzer können mit dem kostenlosen Angebot 7 Songs downloaden. Beim Pro Tarif für 7,20 Euro sind es 20 Songs und beim Premier Tarif für 22 Euro sollen 60 Downloads pro Monat möglich sein. Für Premier Nutzer, die mit der DAW Suno Studio arbeiten, soll es hingegen keine Begrenzung geben. Suno Studio 2.0 wurde jüngst veröffentlicht.
Die Maßnahme richtet sich laut dem Unternehmen ausdrücklich gegen den massenhaften Export von Musik. Suno begründet die neue Regel folgendermaßen:
"Wir sind davon überzeugt, dass ein gesundes Musik-Ökosystem auf menschlicher Kreativität basiert. Mit dem Wachstum unserer Plattform wird es durch die Begrenzung von Downloads für böswillige Akteure schwieriger, Musik in großem Umfang zu exportieren. Wir führen Download-Limits ein, um sicherzustellen, dass unsere Plattform für die bewusste Musikproduktion genutzt wird, während wir gleichzeitig allen Nutzern weiterhin die Möglichkeit geben, auf Suno Musik zu erstellen, zu remixen, anzuhören und zu teilen."
Das Unternehmen will es Bands erschweren, massenhaft Musik zu produzieren, herunterzuladen und außerhalb von Suno zu verbreiten. Die Erzeugung neuer Musik will Suno aber nicht beschränken. Auch nach Einführung der neuen Regel sollen Nutzer ihre Songs innerhalb der Plattform weiter anhören, teilen und remixen können. Die Einschränkung betrifft den Export der Dateien von Suno auf das eigene Gerät. Auch bereits erstellte Songs sind betroffen.
Strenge Begrenzungen...
Wer Suno kostenlos nutzt, kann ab dem 3. September lebenslang nur noch sieben Songs herunterladen. Wenn diese aufgebraucht sind, muss man für weitere Downloads einen der kostenpflichtigen Tarife wählen. Außerdem sind Downloads über die kostenlose Version nicht zur kommerziellen, sondern nur zur persönlichen Nutzung.
Für Pro- und Premium-Nutzer beginnt ihr Kontingent jeweils mit dem Abrechnungszeitraum neu. Nicht genutzte Downloads können in den neuen Monat übertragen werden. Falls das Limit jedoch erreicht wird, können für einen Aufpreis ein neues Kontingent erwerben.
...mit einer großen Ausnahme
Eine wichtige Ausnahme bleibt Suno Studio. Premier Abonnenten können dort weiterhin ohne Limit arbeiten. Suno begründet das damit, dass professionelle Produktions-Workflows nicht durch Beschränkungen unterbrochen werden sollen.
Es stellt sich aber die Frage, ob sich auf diese Weise nicht die Begrenzungen leicht umgehen lassen. Suno hat zwar angekündigt neue Versionen auf den Markt zu bringen, die in Kooperation mit der Musikindustrie entstanden sind, aber Details sind noch nicht bekannt.
Zudem ist unklar, welche Unternehmen der Musikindustrie tatsächlich daran beteiligt sind. Bisher haben nur Warner Music und BMG Vereinbarungen mit Suno getroffen. Ob Suno seinen musikindustrie-freundlichen Kurs fortsetzt, wird entscheidend auch davon abhängen, ob es dem Unternehmen gelingt, auch Vereinbarungen mit Universal und Sony zu schließen.
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