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KI-Musik-Plattform weiter unter Druck

Reservoir Media verklagt Suno auf 186 Millionen US-Dollar

News von BackstagePRO
veröffentlicht am 23.10.2026

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Reservoir Media verklagt Suno auf 186 Millionen US-Dollar

© Suno

Der Musikverlag Reservoir hat das KI-Unternehmen Suno wegen massiver Urheberrechtsverletzungen verklagt. Der Vorwurf: Suno habe mehr als 1.000 geschützte Songs ohne Erlaubnis zum Training seiner KI-Modelle genutzt.

Laut Reservoirs Klageschrift befinden sich unter den betroffenen Werken Klassiker wie "Both Sides Now" von Joni Mitchell, Johnny Cashs "Ring of Fire", Madonnas "Papa Don’t Preach" und Evanescences "Bring Me to Life". 

Das Verlagshaus fordert den gesetzlichen Höchstsatz von 150.000 Dollar Schadensersatz für jeden der 1.050 betroffenen Songs, was sich auf 157,5 Millionen Dollar summiert. Zusammen mit weiteren Ansprüchen nach dem Digital Millennium Copyright Act (DMCA) beläuft sich die Gesamtforderung auf 186 Millionen Dollar. 

Zudem fordert Reservoir, dass Suno alle unrechtmäßig genutzten Werke aus seinen Datenbanken entfernt.

Ein Geschäftsmodell basierend auf Urheberrechtsverletzungen

Golnar Khosrowshahi, Gründerin und CEO von Reservoir, verteidigte den Schritt in einem Interview mit Music Business Worldwide:

"Die Geschäftstätigkeit von Reservoir basiert auf unserer Verantwortung, die Rechte und das kreative Erbe unserer Songwriter, Künstler, Nachlässe und Partner zu schützen. Wenn wir der Ansicht sind, dass ihre Werke ohne Genehmigung verwertet wurden, werden wir KI-Plattformen rechtlich zur Rechenschaft ziehen, um sicherzustellen, dass diese Rechte gewahrt werden."

Reservoir wirft Suno vor, sein gesamtes Geschäftsmodell auf Rechtsverstößen aufgebaut zu haben, um sich erst im Nachhinein kostengünstig zu einigen:

"Um Vergebung zu bitten ist eindeutig lohnender als um Erlaubnis zu bitten, was sie natürlich hätten tun können, sich aber bewusst dagegen entschieden haben."

Als Beleg verweist der Verlag auf Lizenzvereinbarungen, die Suno mit Branchengrößen wie Warner Music, BMG und Believe geschlossen hat. Dies beweise, dass Suno sich der Existenz eines Lizenzmarktes für das Training von KI-Modellen vollkommen bewusst gewesen sei und sich im Fall von Reservoir dennoch gezielt gegen eine Lizenzierung entschieden habe.

Reservoirs Schritt ist nicht die erste rechtliche Offensive gegen das KI-Unternehmen: Die Klage reiht sich in eine Welle von Rechtsstreitigkeiten ein, unter anderem durch Universal Music, Sony Music und die GEMA.

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