Neue Perspektiven für Berliner Clubkultur
Zukunft der Berliner Clubkultur: Kollaboration als Schlüssel für neue Räume
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Club & Raum Konferenz 2025. © Simon Salzig
Bei der Club & Raum Konferenz kamen fast 200 Teilnehmer auf Einladung der Clubcommission zusammen, um über die Zukunft der Berliner Kulturlandschaft zu diskutieren. Gemeinsam arbeiteten sie an konkreten Lösungsansätzen für neue Nutzungskonzepte, nachhaltige Finanzierungsprogramme und partnerschaftliche Stadtentwicklung.
Die Konferenz bot wichtigen Raum für interdisziplinären Austausch und neue Kooperationen zwischen Clubbetreiber*innen, Eigentümer*innen und der Verwaltung.
Vielfältiges Programm
Zudem bereicherten Vorträge die Veranstaltung, indem sie unterschiedliche Sichtweisen auf die Entwicklung clubkultureller Räume vermittelten.
Robbe von Bogaert gab praxisnahe Einblicke, wie die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Immobilienwirtschaft neue Räume für Kultur schaffen und sichern kann. Markus Riedel vom Open Ground Club präsentierte die Entwicklung des heiß diskutierten neuen Techno-Clubs in Wuppertal.
Asli Varol zeigte, wie im Sinne einer kooperativen Entwicklung der Vollgut eG das Kindl Areal in Neukölln genossenschaftlich weiterentwickelt wird und Dorle Martinek vom Klunkerkranich skizzierte den Weg des Dachgartens von der Zwischennutzung hin zur längerfristigen Clubnutzung.
Perspektiven aus der Wirtschaft
Ergänzend gaben Vertreter*innen der Triodos Bank, GLS Bank, Initiative Musik, Bürgschaftsbank Berlin und der Berliner Sparkasse wertvolle Einblicke in Finanzierungsprogramme für Kulturorte.
Die Raumbörse für Kulturschaffende und Vermietende bot den Teilnehmenden aus der Immobilienwirtschaft die Möglichkeit, direkt mit Clubbetreiber*innen über neue Nutzungsperspektiven für leer stehende Flächen ins Gespräch zu kommen.
Herausforderungen und Perspektiven der Berliner Clubkultur
Die Veranstaltung zeigte das Potential der tiefgreifenden Zusammenarbeit zwischen der Clubkultur und den zentralen Akteuren der Stadt. Die Konferenz formulierte auch Forderungen nach klaren gesetzlichen Anreizen, einer möglichen Leerstandssteuer und gezielter Wirtschaftsförderung, um langfristige Perspektiven für kulturelle Räume zu schaffen. Eine erfolgreiche Umsetzung erfordert jedoch auch den politischen Willen, Clubkultur aktiv in die Stadtplanung und Bauprojekte einzubinden.
Trotz dieser Perspektiven hat die Berliner Clubkultur mit existentiellen Bedrohungen zu kämpfen. Steigende Mieten, ein angespannter Immobilienmarkt und bürokratische Hürden bedrohen den Bestand und die Weiterentwicklung der Clubkultur. Auch die aktuellen Haushaltskürzungen im Kulturbereich erschweren eine zukunftsfähige Weiterentwicklung von Kulturräumen in Berlin.
Die Club & Raum Konferenz hat deutlich gemacht, welches Potential in der Zusammenarbeit mit Immobilienbranchen und Stadtgesellschaft steckt, wenn alle gleichermaßen Verantwortung übernehmen. Die kooperative Herangehensweise schafft Vertrauen und ist ein wichtiger Schritt, um die Zukunft der Berliner Kulturlandschaft zu sichern. Die Clubcommission will sich weiterhin für diesen Weg einsetzen.
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