Erste Förderrunde des Pilotprogramms
43 Musikclubs und Festivals erhalten Förderung durch das Bundesschallschutzprogramm
liveszene initiative musik livekomm
© Louis Comar via Unsplash
Mit dem neuen Bundesschallschutzprogramm reagiert die Bundesregierung auf wachsende Nutzungskonflikte zwischen Wohnbebauung und Clubkultur.
In vielen Städten rücken Wohngebiete zunehmend an bestehende Clubs und Veranstaltungsorte heran, während zugleich der Kosten- und Regulierungsdruck für Veranstaltende steigt. Schallschutzmaßnahmen sind aber häufig mit hohen Kosten verbunden, die von den Clubs kaum zu finanzieren sind.
Projektinhalt und Investoren
Das Schallschutzprogramm soll hier wenigstens punktuell Abhilfe schaffen. Es fördert bauliche und technische Maßnahmen wie Schallschutzwände und -decken und die Optimierung der Beschallungstechnik. Das Programm wird von der Initiative Musik und der LiveKomm umgesetzt.
Die verbesserten Schallschutzmaßnahmen sollen dabei zu einer messbaren Entschärfung der bestehenden Konfliktlagen und so zur langfristigen Erhaltung der Musikspielstätten und Festivals beitragen.
Im Anschluss werden die Daten der Bundesförderung im Hinblick auf die Zielsetzung des Programms und die Wirksamkeit der Maßnahmen ausgewertet. Die verbesserten Schallschutzmaßnahmen sollen dabei zu einer messbaren Entschärfung der bestehenden Konfliktlagen und so zur langfristigen Erhaltung der Musikspielstätten und Festivals beitragen.
Stimmen zur Förderung
Der Bedarf ist definitiv vorhanden. 136 Clubs und Festivals bekundeten Interesse, 43 erhalten Förderung. Aus Sicht der Förderinstitutionen ist das Programm ein wichtiger Schritt zur Sicherung der Clubkultur. Katja Lucker, die Geschäftsführerin der Initiative Musik, erklärt:
"Die große Nachfrage zeigt, wie dringend viele Musikorte auf Unterstützung beim Schallschutz angewiesen sind – in Städten ebenso wie in ländlichen Regionen. Mit der Förderung können nun konkrete Maßnahmen umgesetzt werden, die Clubs und Festivals als unverzichtbare Orte der Musik- und Stadtkultur stärken."
Christian Ordon, Geschäftsführer der LiveKomm, betont die Wichtigkeit des Programms:
"Entscheidend ist, dass die Förderung direkt vor Ort ankommt: Viele Clubs können dadurch erstmals gezielt in Schallschutz investieren und so den Betrieb im Dialog mit der Nachbarschaft dauerhaft stabilisieren."
Geförderte Projekte
Die höchsten Fördergelder liegen im sechsstelligen Bereich. Sechsstellige Förderungen gehen an den Nachtclub Schrotty.Culture in Köln (221.550 Euro), das Musikfestival Kunst!Rasen in Bonn (217.316 Euro), den Musikbunker Aachen (145.714 Euro), die Eventlocation Westhafen in Leipzig (137.428 Euro), das Kulturzentrum BÜZ in Minden mit (116.871) Euro und den Tresor Club Berlin (102.000 Euro).
Mit jeweils 100.000 Euro werden unter anderem der Blitz Club in München, das Desertfest in Berlin sowie der Hafen 49 in Mannheim unterstützt.
Ähnliche Themen
Trotz enorm hoher Anfragen
Aus für Bundesschallschutzprogramm könnte Lage der Musikclubs verschärfen
veröffentlicht am 03.09.2026
Wichtige Initiative
Bundesregierung startet 2026 Pilotprogramm für besseren Schallschutz für Musikclubs und Festivals
veröffentlicht am 09.12.2025 4
Ein erster Schritt
Bund beschließt Festivalförderfonds und Schallschutzprogramm für Musikclubs
veröffentlicht am 29.01.2024 1