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Koexistenz erleichtern

Berliner Parlament investiert eine Million Euro in Lärmschutz-Fonds für Clubs

News von Backstage PRO
veröffentlicht am 01.12.2017

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Berliner Parlament investiert eine Million Euro in Lärmschutz-Fonds für Clubs

Der Berliner Club "Yaam" hat mit Lärmbeschwerden zu kämpfen. © Gerrit Burow auf Flickr / Lizenz: CC BY 2.0

Lärm lässt sich im Cluballtag nur schwer vermeiden - oft zum Leidwesen der Nachbarn. Um den Berliner Clubs besseren Lärmschutz zu ermöglichen und sie so eventuell vor der Schließung zu bewahren, hat das Berliner Abgeordnetenhaus nun einen Fonds in Höhe von einer Million Euro beschlossen.

Ob durch laute Musik oder das feiernde Publikum, Lärm gehört in Clubs und Spielstätten dazu. So ist es kaum verwunderlich, dass Beschwerden durch gestresste Anwohner*Innen quasi zum Alltag der Clubbetreiber*Innen gehören. 

Problematisch wird es, wenn gegen einen Club oder eine Spielstätte geklagt wird: Die dann notwendigen Umrüstungen können sich viele Locations nicht leisten. Oftmals bleibt ihnen nichts anderes übrig, als zu schließen. 

Eine Million Euro für den Lärmschutz

Das "Clubsterben" aus Lautstärkegründen will die Stadt Berlin nun durch die Einführung eines Lärmschutz-Fonds verhindern. Bei den Haushaltsverhandlungen im Abgeordnetenhaus wurde beschlossen, Berliner Clubs und Spielstätten in Zukunft mit einer Million Euro bei notwendigen Umbaumaßnahmen zu unterstützen.

Laut dem Tagesspiegel gehören dazu u.a. Einbauten in Spielstätten sowie Lärmschutzwände in den Außenbereichen. Weiterhin soll in Personal, dass das Publikum für die Lärmschutzproblematik sensibilisiert sowie in Schallschutzfenster bei den Anwohnern investiert werden. 

Clubkultur erhalten

Der clubpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion im Abgeordnetenhaus, Georg Kössler, betonte die Verdienste der Berliner Clubkultur. Diese habe der Stadt so viel gegeben, dass Berlin "zur Rettung der Clubs jetzt auch mal in die Tasche greifen muss." Die Clubkultur in der Innenstadt müsse erhalten bleiben, so Kössler weiter.  

Auch die Clubcommission Berlin, die sich für die Belange der Clubs und Spielstätten einsetzt, zeigt sich erfreut über den Beschluss des Parlaments: "In einer sich verdichtenden Stadt, in der Wohnbebauung dicht an Musikspielstätten rückt, muss in Lärmschutz investiert werden, um eine Koexistenz zu gewährleisten“, so deren Sprecher Lutz Leichsenring.

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