Die Gefahren von KI
Betrug mit angeblichen Backstage-Tickets: Brian May von Queen warnt Fans vor Deepfake-Video
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Brian May. © Torsten Reitz
Der falsche Brian May spricht in dem Video von guten Nachrichten und kündigt an, dass die angeblichen Backstage-Tickets für seine nächsten Shows statt für 2000 Dollar nun für nur 800 Dollar erhältlich seien. Es hätten allerdings nur zehn Personen die Möglichkeit, ein Ticket zu erwerben.
Diese würden von ihm persönlich ausgewählt werden. Wer Interesse und das nötige Geld habe, solle "bereit" in die Kommentare unter dem Clip schreiben.
Fälschung lässt sich enttarnen
Bei genauerem Hinsehen lässt sich allerdings erkennen, dass es sich um einen Deepfake handelt. Die Lippenbewegungen passen nicht zu dem, was gesagt wird, und auch die Zähne des falschen Brian May werden stets verzerrt dargestellt, wenn sich der Mund öffnet und schließt.
Daneben lohnt es sich, den Namen des Accounts zu hinterfragen. In diesem Fall lautet dieser "brianmayreeally". Nicht nur das zweite "e" in "really" sollte Skepsis hervorrufen, sondern auch das Fehlen eines blauen Hakens, der auf vielen Plattformen die Accounts prominenter Personen verifiziert.
May reagiert auf Instagram
Kürzlich veröffentlichte der echte Brian May einen Instagram-Beitrag, in dem er auf das Fake-Video aufmerksam machte. Darin spricht er von einem abscheulichen Betrug, der das Vertrauen der Fans missbrauche, um ihnen Geld zu stehlen. Zudem kündigte er an, dagegen vorgehen zu wollen. Inzwischen hat er dasselbe Statement auch auf seinem TikTok-Account verbreitet.
In den Kommentaren unter beiden Beiträgen zeigen sich die Nutzer schockiert, bedanken sich aber auch für die Aufklärung. Viele kritisieren den Missbrauch von Künstlicher Intelligenz und fordern, stärker dagegen vorzugehen.
KI-Inhalte immer wieder Problem auf TikTok
Es ist nicht das erste Mal, dass die Plattform wegen der Verbreitung von KI-generierten Inhalten in der Kritik steht.
Der Vorwurf an TikTok, nicht genug gegen Deepfakes unternehmen, spielte auch eine Rolle im Konflikt zwischen TikTok und Universal, der Anfang 2024 dazu führte, dass die Musik des Major Labels kurzzeitig nicht mehr auf der Kurzvideoplattform vertreten war.
Damals erklärte Universal u.a. der Kampf gegen pornografische, mithilfe von KI erzeugte Deepfake-Videos von Künstlerinnen und Künstlern auf TikTok sei "langwierig und ineffizient".
Genaue Prüfung nötig
Mit der immer weiteren Verbreitung von KI wird auch die Zahl der Betrugsversuche steigen. Es lohnt sich also genau hinzusehen und alle noch so verlockenden Angebote genau zu prüfen – beispielsweise durch Besuch der offiziellen Seiten oder Social Media-Accounts der entsprechenden Künstlerinnen und Künstler.
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