Mehrjährige Haftstrafe droht
Taylor Swift Tour: Verdächtige in Ticketbetrugsfall festgenommen
taylor swift stubhub ticketing
Taylor Swift (2024). © Universal Music
Die beiden Personen sollen mehr als 900 Tickets aus dem Backend des Ticketwiederverkäufers StubHub gestohlen und teuer weiterverkauft haben. Anfang März wurden sie wegen Diebstahl und Computermanipulation verhaftet.
Softwarelücke ausgenutzt
Die beiden Personen arbeiteten bei einer Outsourcing-Firma, die Dienstleistungen für StubHub erledigte. Melinda Katz, die Bezirksstaatsanwältin von Queens, erklärte in einer Pressemitteilung, dass sie im Sommer 2022 ihren Zugang zur Plattform nutzten, um Ticket-URLs zu stehlen.
Sie leiteten die URLs für rund 350 StubHub-Ticketbestellungen, die sich auf fast 1000 gekaufte Konzertkarten beliefen, an zwei Komplizen weiter. Diese Komplizen luden dann die Tickets herunter und verkauften sie gewinnbringend über StubHub weiter. Der Staatsanwaltschaft von Queens zufolge wird der Gesamtbetrag der illegalen Einnahmen auf 635.000 US-Dollar geschätzt.
Katz erklärt dazu:
"Laut Anklage haben diese Angeklagten versucht, die Popularität der Konzerttournee von Taylor Swift und anderer hochkarätiger Veranstaltungen zu nutzen, um auf Kosten anderer zu profitieren. Sie sollen ein Schlupfloch über einen Offshore-Ticketverkäufer ausgenutzt haben, um Karten für die größte Konzerttournee des letzten Jahrzehnts zu stehlen und diese Plätze dann mit einem außerordentlichen Gewinn weiterzuverkaufen."
Es drohen 15 Jahre Haft
Rose und Simmons wurden am 27. Februar in Queens verhaftet und angeklagt wegen schweren Diebstahls, Computermanipulationen und Verschwörung. Beiden drohen eine Höchststrafe von 3 bis 15 Jahren Gefängnis für die schwersten Anklagepunkte.
Der Hackerangriff dauerte angeblich von Juni 2022 bis Juli 2023 und überschnitt sich mit dem Vorverkauf von Swifts "Eras Tour", deren Nachfrage zum Absturz der Ticketmaster-Website führte.
Wirklich so schnell?
Die betroffenen Tickets stammen nicht nur von der "Eras Tour", sondern auch von Konzerten der Las Vegas Residency von Adele sowie u. a. Ed Sheeran-Konzerte, NBA-Spiele und US Open-Tennismeisterschaften. Mark Streams, der Leiter der Rechtsabteilung von StubHub, erklärte gegenüber der New York Times:
"Die beteiligten Personen, Mitarbeiter von S.G.S., haben eine Systemschwachstelle ausgenutzt, um betrügerisch Tickets weiterzuverkaufen. Sie wurden schnell identifiziert und erhielten ihre Kündigung."
Der Vertrag mit dem Outsourcing-Unternehmen wurde ebenfalls gekündigt. Allerdings wirft die Dauer des Hackerangriffs von einem Jahr die Frage auf, ob StubHub wirklich ausreichend schnell reagiert hat.
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