Drängendes Thema
Bundesverband Musikindustrie fordert gesetzliche Maßnahmen gegen KI-Fälschungen
Florian Drücke, Vorstandsvorsitzender des BVMI. © Markus Nass
Florian Drücke, der Vorstandsvorsitzende des BVMI forderte in einem dpa-Interview Vorgaben "beispielsweise, wenn es um sogenannte Deepfakes geht – wie mit KI gefälschten Stimmen echter Popstars".
Kürzlich hat der Fall von Scarlett Johansson Aufsehen erregt, deren Stimme von OpenAI ohne ihre Zustimmung für die KI-Stimme "Sky" in ChatGPT genutzt wurde.
KI-Nutzung benötigt Lizenz
Sollten Künstler*innen der Nutzung ihrer Stimmen nicht zustimmen, sei eine solche Vorgehensweise "aus unserer Sicht nicht hinnehmbar." Drücke fordert die KI-Dienste daher auf, musikalische Werke und Stimmen regulär zu lizenzieren:
"Grundsätzlich aber gilt: Lizenzierung – auch kleiner Ton-Elemente – ist rechtlich und technisch möglich, die KI-Dienste müssen nur wollen".
Keine Verselbstständigung
Drücke betont auch die Notwendigkeit, KI als Werkzeug zu betrachten und nicht als Mittel, um Künstler zu kopuieren oder sogar zu ersetzen:
"Für uns ist klar, dass menschliche Kreativität der Kern des Schaffens ist und bleibt. KI muss für Musikschaffende auch künftig ein Werkzeug bleiben, sie darf sich nicht als Aneignungsmaschine verselbstständigen".
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