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Unzureichend

Deutscher Kulturrat fordert weiterhin Unternehmerlohn, begrüßt weitere Überbrückungshilfen

News von Backstage PRO
veröffentlicht am 23.10.2020

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Deutscher Kulturrat fordert weiterhin Unternehmerlohn, begrüßt weitere Überbrückungshilfen

Viele Musiker überlegen, ihre Karriere aufzugeben. © Wendy Wei

Am 21. Oktober ist die zweite Runde der Überbrückungshilfen des Bundeswirtschaftsministeriums gestartet. Trotz Verbesserungen ist der von Vertreter/innen der Kulturbranche immer wieder geforderte Unternehmerlohn jedoch immer noch nicht Teil des Programms.

Seit Monaten schon wird von Seiten der Kulturbranche immer wieder ein effektives Konzept zur Unterstützung der Soloselbstständigen und Freiberufler gefordert. Bisherige Programme erlaubten die Verwendung der jedoch Mittel nur zur Deckung der Betriebskosten. Das sei jedoch für die Kultur- und Kreativwirtschaft wenig passfähig, kritisiert die Präsidentin des Deutschen Kulturrates, Prof. Dr. Susanne Keuchel:

"Insbesondere Solo-Selbständige haben vielfach keine oder nur sehr geringe Betriebskosten und können daher die Überbrückungshilfen nicht nutzen. Die auf den Weg gebrachten Maßnahmen zur speziellen Künstlerinnen- und Künstlerförderung gehen ebenfalls oft am Bedarf von in der Kultur- und Kreativwirtschaft Tätigen vorbei."

Die Ratspräsidentin vertrat die Kultur- und Kreativwirtschaft in einer Videokonferenz mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier.

Unternehmerlohn weiterhin notwendig

Dass die Begrenzung der Förderung für Unternehmen bis 10 Personen gestrichen wurde, stelle bereits eine Verbesserung dar, gibt der Deutsche Kulturrat in einer Pressemeldung zu Protokoll.

Zentral bleibe aber die Forderung nach einem Unternehmerlohn für Soloselbstständige, der Betroffenen in der Coronakrise schnell und wirksam helfen kann. Dies sei im Gegensatz zum Verweis auf die Grundsicherung ein an den Umständen der Branche orientiertes Konzept.

Eine Implementation wurde auch in der zweiten Runde der Überbrückungshilfen des Bundeswirtschaftsministeriums versäumt. Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann fasst den Standpunkt des Rates zusammen: "Unsere ernüchternde Bilanz: Die Förderung für den Kulturbereich aus dem Bundeswirtschaftsministerium bleibt leider weiterhin unzureichend!"

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