Wichtiger Bestandteil der Bildung
Deutscher Tonkünstlerverband warnt vor Kürzung der kreativen Schulfächer
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Bayern reagiert mit der Entscheidung auf die schlechten Pisa-Ergebnisse: Das bayerische Kabinett beschloss, die Zahl der Unterrichtsstunden für Deutsch und Mathe an Grundschulen zu erhöhen.
Die Stundenzahl der Fächer Kunst, Musik und Werken wird hingegen gekürzt, während der Religionsunterricht unangetastet bleibt. Das Stundenmodell sieht auch vor, die kreativen Fächer an bayerischen Grundschulen zusammenzulegen.
Zusammenlegung der Kreativ-Fächer
Bisher war die Stundentafel folgendermaßen festgelegt: eine Stunde Kunst, zwei Stunden Musik, zwei für Werken und Gestalten.
Nun wird ein Fächerpool gebildet: Vier bis fünf Stunden stehen pro Woche für diese drei Fächer zur Verfügung. Wie sie verteilt werden, entscheidet die jeweilige Lehrkraft beziehungsweise die Schule. Das vollständige Konzept gibt es hier als PDF.
Elementar für die Bildung
Musik und künstlerische Schulfächer bilden ein Fundament der Bildung besonders in der Grundschule. Eine Leistungsverbesserung durch einsparen dieser Fächer ist pädagogisch nicht sinnvoll, so Christian Höppner, Vorsitzender des Deutschen Tonkünstlerverbandes
"Die Musik und mit ihr die künstlerischen Schulfächer bilden das Fundament einer ganzheitlichen Bildung gerade in der Grundschule. Der bayrische Kabinettsbeschluss konterkariert das Ziel einer Leistungsverbesserung und ist pädagogisch völliger Unsinn, weil die wissenschaftliche Erkenntnislage genau das Gegenteil belegt. Musikalische Bildung weckt die Neugierde auf die Natur- u. Geisteswissenschaftlichen Fächer und eröffnet Zusammenhänge zwischen Rechnen, Schreiben, Lesen, Sprachfähigkeit und der Musik."
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