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Runder Tisch für Entwicklung von Branchenlösungen

Forderung nach fairer Streamingvergütung: Staatsminister Weimer trifft Musiklabels im Kanzleramt

News von BackstagePRO
veröffentlicht am 13.03.2026

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Forderung nach fairer Streamingvergütung: Staatsminister Weimer trifft Musiklabels im Kanzleramt

© Viktor Forgacs via Unsplash

Staatsminister für Kultur und Medien, Wolfram Weimer, hat Vertreterinnen und Vertreter führender Musiklabels im Bundeskanzleramt getroffen, um über faire Vergütung, Transparenz und zukünftige Branchenlösungen im Musikstreaming zu sprechen.

Im Mittelpunkt des Treffens standen die aktuellen Herausforderungen des Musikstreamings. Bereits im Dezember 2025 hatte Weimer Gespräche mit Musikerinnen, Musikern und Songwriterinnen geführt. Nun waren die großen Labels und Verbände der Popmusik eingeladen, ihre Perspektiven darzulegen.

Anwesend waren Vertreterinnen und Vertreter von: Audiolith, BMG, Bundesverband Musikindustrie, CitySlang, Mansions and Millions, Sony Music, Staatsakt, Universal Music Group, Verband unabhängiger Musikunternehmer*innen und Warner Music Group.

Weimer betonte die Dringlichkeit, faire Einnahmen für Künstlerinnen und Künstler sicherzustellen:

"Wir brauchen eine faire Vergütung und mehr Transparenz im Musikstreaming. Professionelle Musikerinnen und Musiker müssen mit Streaming nennenswerte Einnahmen erzielen und diese nachvollziehen können."

Runder Tisch für zukunftsfähige Lösungen

Der Staatsminister kündigte die Einrichtung eines Runden Tisches im Kanzleramt in den kommenden Monaten an, bei dem Musikerinnen und Musiker gleichberechtigt mit Labels und Streamingdiensten an Lösungen arbeiten sollen. Ziel ist es laut Weimer, die Situation der Kreativen nachhaltig zu verbessern und Fairness im System zu stärken:

"In meinem Austausch mit den Labels ist deutlich geworden, dass auch sie sich der Problematik bewusst sind. Wir waren uns einig, dass Branchenlösungen hier der beste Ansatz sind".

Nächste Schritte

Am 16.03.2026 ist ein weiteres Treffen mit den Musikstreaming-Diensten geplant. Gemeinsam sollen Konzepte erarbeitet werden, die Transparenz erhöhen, faire Vergütung sichern und den gesamten Musikmarkt nachhaltig stärken.

BVMI fordert Einbeziehung marktwirtschaftlicher Perspektiven

Der BVMI stellte im Anschluss in einer Mitteilung fest, dass er den Austausch begrüßt, aber eine stärkere Einbeziehung marktwirtschaftlicher Gegebenheiten und unternehmerischer Perspektiven in die Debatte wünscht. Der BVMI verwies darauf, dass Musikstreaming der Musikbranche "zu erheblicher Dynamik und Wachstum verholfen" habe, wovon "in erheblichem Maß auch professionell Musikschaffende" profitierten.

Während bei den Themen Streaming-Betrug, generative KI und Schutz lokaler Repertoires weitgehende Einigkeit herrsche, dürfe nicht zu kurz kommen, "wer in Musik investiert und entsprechend ins unternehmerische Risiko geht", namentlich die Labels, Musikverlage und andere Akteure der Musikwirtschaft.

Der BVMI scheint vor allem die Sorge zu haben, dass die Musikwirtschaft hinsichtlich der Streaming-Vergütung stärker in die Pflicht genommen werden könnte und versucht dieser Entwicklung unter Verweis auf die Investitionen von Labels in Künstler entgegenzuwirken. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Labels und die Musikwirtschaft nicht aus der Verantwortung für Streaming-Vergütung entlassen werden können.

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