Von musikalischer Bildung bis zur kulturellen Stadtentwicklung
Forum Musikwirtschaft stellt Forderungen für starke Musikwirtschaft
© Vishnu R. Nair
Zunächst betont das FMW die Notwendigkeit, Künstliche Intelligenz schnell und umfassend zu regulieren, da der Mensch im Zentrum des kreativen Schaffens stehe und die Interessen der Kulturwirtschaft geschützt werden müssten.
Des Weiteren fordert das Forum in seinem Positionspapier die Schaffung eines verlässlichen Rechtsrahmens, damit Unternehmen ohne Bedenken Investitionen tätigen können. Die Politik solle sich dabei vor allem auf die Gestaltung eines hohen Schutzniveas konzentrieren.
Finanzielle Unterstützung nötig
Das FMW spricht sich außerdem für verpflichtenden Musikunterricht in allen Schulformen aus. Gleichzeitig soll die musikalische Bildung mit Finanzmitteln und verstärkten politischen Maßnahmen unterstützt werden, schließlich sei sie eine unabdingbare Voraussetzung für eine starke Musikbranche.
Staatliche Förderung soll hauptsächlich zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit beitragen, etwa durch Vorantreiben der Digitalisierung, und keine staatliche Vollfinanzierung zum Ziel haben. Auf diese Art und Weise soll Musikunternehmen ermöglicht werden, selbstständig an ihrem wirtschaftlichen Erfolg zu arbeiten.
Wunsch nach Langfristigkeit
Weiter wird in dem Positionspapier gefordert, dass der Kulturpass fortgeführt und zukünftig die Bereiche Musiknutzung und musikalische Bildung in diesen integriert werden sollten. 2023 hat jede Person, die in innerhalb des Jahres 18 Jahre alt wurde, 200 Euro von staatlicher Seite erhalten. Dieses Geld kann für kulturelle Angebote verwendet werden. 2024 wurde das Budget für den Jahrgang 2006 auf 100 Euro abgesenkt.
Ein weiteres Anliegen von Forum Musikwirtschaft ist, dass die Abgabesätze der Künstlersozialkasse nicht weiter erhöht sondern dauerhaft stabilisiert werden sollen.
Kultur im Fokus
Kulturgüter sollten laut den Forderungen niedriger besteuert werden, um für eine höhere Nachfrage und verlässliche Einnahmen zu sorgen. Derartige Regelungen müssten aus Wettbewerbsgründen für alle Kulturgüter gelten.
Zudem spricht sich das Positionspapier für eine Stärkung der Selbstständigkeit aus. Die Beschäftigung von Freiberuflern auf Honorarbasis müsse rechtssicher geregelt und an die Realitäten der Branche angepasst werden.
Mit Blick auf die kulturelle Stadtentwicklung sieht das Forum die Notwendigkeit für die Einführung einer Arbeitsgruppe "Kulturräume", in die sowohl Fachverbänden als auch die Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien einbezogen werden sollen.
Auch Gesetzesänderungen nötig
Eine weitere Forderung sieht vor, das Gewerbemietrecht um Maßnahmen wie etwa Mietobergrenzen oder Kündigungsschutz zu erweitern. Aktuell würden viele Akteure und Akteurinnen der Kulturbranche unter ungünstigen Mietverträgen leiden würden. Es bestehe die Gefahr einer zunehmenden Verdrängung aus den Innenstädten.
Gesetzesänderungen sind laut dem FMW auch beim Arbeitszeitgesetz notwendig, das flexibler gestaltet werden soll. Wünschenswert sei eine Ausweitung der Tages- und Wochenarbeitszeit.
Zum Hintergrund
Das Forum Musikwirtschaft besteht aus den sieben maßgeblichen Verbänden des Wirtschaftsbereichs. Im Einzelnen sind dies der Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft, der Bundesverband Musikindustrie, der Deutsche Musikverleger-Verband, der Interessenverband Musikmanager & Consultants, der Verband der Musikspielstätten in Deutschland, die Society Of Music Merchants und der Verband unabhängiger Musikunternehmer.
Das Ziel ist des FMWs ist es, Themen, die die Musikwirtschaft betreffen, zu diskutieren und an Politik und Öffentlichkeit weiterzutragen.
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