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Hoffnungen enttäuscht

Forum Veranstaltungswirtschaft kritisiert Bund und Länder für neue Öffnungsstrategie

News von Backstage PRO
veröffentlicht am 08.03.2021

coronakrise

Forum Veranstaltungswirtschaft kritisiert Bund und Länder für neue Öffnungsstrategie

© Kelly Sikkema via Unsplash

Das Forum Veranstaltungswirtschaft kritisiert die neuen Beschlüsse zur Öffnung von Kultureinrichtungen von Bund und Ländern: Die erhoffte, bundesländerübergreifende Öffnungsstrategie für Veranstaltungen bleibe trotz mehrfacher Ankündigung aus. Auch die beschlossenen Hilfen funktionierten eher schlecht als recht.

Nach Ansicht des Forums Veranstaltungswirtschaft gäbe es durchaus Möglichkeiten für einen langsamen Neustart der Veranstaltungsbranche: durch Ausweitung und Anpassung der Teststrategie sowie Maßnahmen zur digitalen Kontaktnachverfolgung könnten Veranstaltungen einen wichtigen Beitrag zur Pandemiebekämpfung leisten.

Beschlüsse nicht zufriedenstellend

Die am Mittwoch vorgelegten Öffnungsschritte sehen jedoch in absehbarerer Zeit keine Veranstaltungen vor und vertrösten die Branche auf das nächste Krisentreffen am 22. März.

Obwohl eine branchenübergreifenden Öffnungsstrategie angekündigt wurde, komme der Bund dieser Versprechung nicht nach. Das Forum Veranstaltungswirtschaft fordert daher einheitliche Rahmenbedingungen und längere Vorlaufszeiten für alle Teile der Kultur- und Veranstaltungsindustrie.

Enorme Wirtschaftskraft

Die Veranstaltungsbranche trägt laut dem Forum Veranstaltungswirtschaft nicht nur hohe gesellschaftliche Bedeutung, sondern stellt auch eine enorme Wirtschaftskraft mit über einer Million direkter Arbeitsplätze dar.

Veranstaltungen seien nicht nur unerlässlich für das gesellschaftliche Miteinander, sondern unterstützten auch andere Wirtschaftssektoren wie Tourismus oder Gastronomie. Daher sei es mehr als notwendig, diesen Wirtschaftszweig zu unterstützen und zu retten.

Manifest Restart

Das Forum Veranstaltungswirtschaft hatte weiterhin ein konkretes Konzept zur einheitlichen und verlässlichen Planung und Durchführung von Veranstaltungen vorgelegt, das so genannte Manifest Restart: Es enthält eine flächendeckende Teststrategie, die für Veranstaltungen "sichere Zonen" möglich machen und so auch zur Eindämmung des Infektionsgeschehens beitragen soll.

Viele Betreiber und Veranstalter von Veranstaltungsstätten und Konzerthallen haben sich laut dem Forum Veranstaltungswirtschaft bereit erklärt, Behörden und Gesundheitsämter bei der Umsetzung zu unterstützen.

Bund muss endlich handeln

Mit zunehmenden Testungen, immer mehr Geimpften und intelligenter Kontaktnachverfolgung solle es wieder möglich werden, Veranstaltungen wieder voll ausgelastet stattfinden zu lassen. Bis dahin bestünde die dringende Notwendigkeit, die vom Bund zugesagte Hilfen endlich in die Tat umzusetzen und auszuzahlen, hieß es in einer Pressemitteilung des Forums Veranstaltungswirtschaft.

Die aktuelle Situation betreffe schließlich nicht nur Kulturveranstaltungen, sondern auch wirtschaftsbezogene Veranstaltungen wie Messen oder Kongresse und mache somit einen enormen wirtschaftlichen Faktor aus.

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