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Gipfeltreffen in Brüssel

Impala ruft Politik zur Unterstützung der kulturellen Beziehungen zwischen EU und USA auf

News von Backstage PRO
veröffentlicht am 17.06.2021

coronakrise

Impala ruft Politik zur Unterstützung der kulturellen Beziehungen zwischen EU und USA auf

© Christian Wiediger via Unsplash

Im Rahmen des Gipfeltreffens zwischen der EU und den USA am 15. Juni, hatte Impala zur Unterstützung der kulturellen Beziehungen aufgerufen. In einem Brief an die Gipfelteilnehmer wurde um eine Verbesserung der Visa-Situation für Künstler und Kulturschaffende gebeten.

Neben Impala, dem Dachverband der unabhängigen Musikunternehmen in Europa, waren über 100 andere kulturelle Organisationen an dem Schreiben beteiligt. Adressiert war der Brief (PDF) an US-Präsident Joe Biden wie auch an den Präsidenten des Europäischen Rates, Charles Michel und an Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission.

Politisches Signal erwünscht

Das Schreiben beleuchtet zunächst die Wichtigkeit der Kulturbeziehungen zwischen der EU und den USA. Beide Kontinente seien wichtige Exportmärkte für die Kultur. Die Corona-Krise habe jedoch beide Handelspartner schwer getroffen.

Laut einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young (EY) zur Auswirkung der Pandemie, war der Musik- und Kunstsektor in Europa mit je 70 und 90 Prozent weniger Umsatz im Jahr 2020 am stärksten betroffen.

Das habe erhebliche Konsequenzen für das Live-Event-Geschäft zwischen den USA und der EU. Es brauche daher ein starkes politisches Signal, das Hoffnung und Perspektive verleihe.

Visa- und Arbeitserlaubnis einfacher bekommen

Für dieses Signal nennt der Brief jedoch ein Hindernis: Europäische Künstler und Kulturschaffende seien hinsichtlich der umständlichen und kostspieligen Visa-Bearbeitung enormen Schwierigkeiten ausgesetzt.

Gleichermaßen gilt das für die vielfältigen Bedingungen, die US-Künstler erfüllen müssen, um eine Arbeitserlaubnis für die einzelnen Länder der europäische Union zu erhalten. Die Forderung lautet demnach, die Visa- und Arbeitserlaubnishindernisse abzubauen.

Lösungsansätze könnten von Experten aus der EU wie auch aus den US gemeinsam erarbeitet und zur Verfügung gestellt werden, so das Schreiben. Künstlermobilität sei ein wichtiges Instrument, um Zukunft und Neubeginn in den kulturellen Austausch der beiden Kontinente zu bringen.

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