Befindet sich Swift selbst unter den Interessenten?
Investmentfirma Shamrock möchte Taylor Swifts Original-Master verkaufen
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Taylor Swift (2024). © Universal Music
Im Jahr 2019 hatte der amerikanische Unternehmer und Manager Scooter Braun über seine Firma Ithaca Holdings die Rechte an Swifts ersten Alben für rund 300 Millionen US-Dollar erworben – darunter "Taylor Swift", "Fearless", "Speak Now", "Red", "1989" und "Reputation". Die Aufnahmen gehörten damals dem Label Big Machine, bei dem Swift im Alter von 15 Jahren unterzeichnet hatte.
Die Künstlerin reagierte empört auf den Deal und kritisierte, erst gemeinsam mit der Öffentlichkeit über den Verkauf informiert worden zu sein. In Reaktion begann sie später damit, ihre Alben als sogenannte "Taylor's Version" neu aufzunehmen, um Kontrolle über ihr Werk zurückzuerlangen. Eine erfolgreiche Strategie, denn die Re-Recordings sind kommerziell erfolgreich, kulturell wirkmächtig und verdrängen zunehmend die alten Originale.
Wechselnde Besitzer
Nur ein Jahr nach dem Erwerb verkaufte Braun die Masterrechte gewinnbringend an Shamrock Capital weiter – einen Fonds, der sich auf Medieninvestitionen spezialisiert hat. Doch laut aktuellen Berichten möchte Shamrock den Katalog nun offenbar weiterveräußern – diesmal möglicherweise direkt an Swift.
Laut dem US-Portal Page Six spielt ausgerechnet Braun eine Schlüsselrolle hinter den Kulissen: Er soll Shamrock dazu ermutigen, den Verkauf an Swift in die Wege zu leiten.
Verlockende Möglichkeiten
Der mögliche Preis liegt laut Schätzungen zwischen 600 Millionen und 1 Milliarde US-Dollar – ein Vielfaches des ursprünglichen Kaufpreises. Branchenexperten wie Clayton Durant halten den Betrag jedoch für gerechtfertigt: Wenn Swift sowohl die Originale als auch die Neuaufnahmen besitzt, könnte sie nicht nur sämtliche Lizenzrechte kontrollieren, sondern auch von Synergieeffekten bei Streaming und Synchronisierung profitieren.
Ob der Deal zustande kommt, bleibt abzuwarten. Fest steht: Stimmt der geschätzte Betrag, wäre Taylor Swift finanziell durchaus dazu in der Lage, den Deal zu finanzieren und die Kontrolle über ihr Gesamtwerk zu konsolidieren.
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