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Klare Hinweise für die Youtuber

Mehr Transparenz bei Claims: YouTube überarbeitet sein Meldesystem für Urheberrechtsansprüche

News von Backstage PRO
veröffentlicht am 12.07.2019

youtube streaming urheberrecht

Mehr Transparenz bei Claims: YouTube überarbeitet sein Meldesystem für Urheberrechtsansprüche

© Esther Vargas auf Flickr / Lizenz: CC BY-SA 2.0

Die zu Google gehörende Videostreaming-Plattform YouTube überarbeitet ihr Copyright-System: In Zukunft müssen manuell eingereichte Copyright-Ansprüche mit einer genauen Zeitangabe versehen werden.

Diese Maßnahme soll es Nutzerinnen und Nutzern, die Videos auf YouTube hochladen, vereinfachen, auf Copyright-Beschwerden zu reagieren. Die entsprechende Stellen können durch die Zeitangabe leichter gefunden und – sollte die Beschwerde zutreffend sein – bearbeitet werden. 

Auch soll dem gezielten Missbrauch der Funktion vorgebeugt werden: Wenn ein User wiederholt keine Timestamps bereitstellt, wird sein Zugriff auf die manuelle Beschwerdefunktion gesperrt. 

Userfreundlich

Bisher hatten Rechteinhaberinnen und -inhaber die Möglichkeit, komplette Videos zu melden, in denen ihre eigenen, geschützten Materialen – ob Musik, Bilder oder Videos – unrechtmäßig von Dritten verwendet werden.

Bei fehlerhaften oder gar missbräuchlichen "Claims" müssen die ursprünglichen Uploaderinnen und Uploader dies nachweisen. Bis die Ansprüche durch YouTube geklärt werden können, müssen die hochladenen Personen häufig Einbußen in ihren Werbeeinnahmen hinnehmen.

Jetzt können die Youtuber reagieren, ohne dass ihr Video zur Bearbeitung offline genommen werden muss: Sie können die gemeldeten Passagen stumm schalten, einen Song ersetzen (z.B. mit einem Track aus YouTubes Audiobibliothek) oder die betreffenden Inhalte im YouTube-Editor kommplett heraus cutten.

Das Content ID-System, das hochgeladene Inhalte automatisch mit einer Datenbank mit urheberrechtlich geschütztem Material abgleicht und unlizenziert verwendete Inhalte entweder sperrt oder demonetarisiert bleibt davon unberührt. 

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