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Vielversprechendes Konzept

Organisation IVC will unabhängige Musikclubs im UK mit neuen Programmen unterstützen

News von BackstagePRO
veröffentlicht am 18.09.2024

liveszene clubsterben

Organisation IVC will unabhängige Musikclubs im UK mit neuen Programmen unterstützen

© Hugo L. Casanova

Schon lange ist bekannt, dass insbesondere unabhängige Musikclubs in Großbritannien mit finanziellen Problemen zu kämpfen haben und in vielen Fällen vor dem Aus stehen. Die Organisation Independent Venue Community (IVC) will dem dortigen Clubsterben mit einem neuen Konzept entgegenwirken.

Das größte Problem aller Spielstätten sind unzureichende Einnahmen. Bei unabhängigen Musikclubs kommt hinzu, dass sie im Gegensatz zu staatlichen Einrichtungen oder solchen, die in eine Konzernstruktur eingebunden sind, längere Durststrecken nur schwer bewältigen können und ihre finanziellen Rücklagen oft gering sind.

Dabei werde oft vergessen, dass Musikclubs als kulturelle und kreative Zentren dienen können, die einen Beitrag zur Stärkung der örtlichen Gemeinschaft leisten können, heißt es auf der Webseite. Der Fokus der Projekte liege daher auf unterversorgten Gemeinden und sozioökonomisch schwachen Gebieten.

Leere Räume kreativ nutzen

Das IVC unter der Leitung von Sybill Bell will sich bei ihren Programmen zunutze machen, dass unabhängige Musikclubs meistens bis zum späten Nachmittag geschlossen sind und erst öffnen, wenn Soundchecks im Vorfeld von Abendshows anstehen. 

IVC will daher tagsüber Community Events in den besagten Musikclubs durchführen. Den Auftakt macht ein Pilotprojekt namens "Soundcheck Sessions", das vom Arts Council England, einer unabhängigen Wohlfahrtsorganisation des britischen Kulturministeriums, finanziell unterstützt wird.

Das Programm beabsichtigt, junge Menschen in einen Dialog mit Künstlern und dem Team des Clubs treten zu lassen. Sie sollen live miterleben, wie der abendliche Auftritt vorbereitet wird, um mehr über die Live-Branche zu erfahren. 

Weitere Projekte

Gleichzeitig will IVC neue Zielgruppen erschlossen, etwa die ältere Zuschauer oder Personen aus der LGBTQ-Community. Dazu soll eine enge Kooperation mit Partnerorganisationen aus den jeweiligen Bereichen stattfinden.

In Zukunft stehen auch Auftritte für Eltern und Kleinkinder, Shows von und für Menschen mit Lernbehinderungen, psychische Unterstützung für Musiker sowie Umweltprojekte an. Viele Veranstaltungen sind kostenlos oder können gegen einen niedrigen Geldbetrag besucht werden.

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