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Mehr Kontrolle für für Gratis-Nutzer

Spotify lockert Beschränkungen: Warum das Unternehmen die kostenlose Version attraktiver macht

News von BackstagePRO
veröffentlicht am 19.09.2025

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Spotify lockert Beschränkungen: Warum das Unternehmen die kostenlose Version attraktiver macht

© Pew Nguyen

Auf mobilen Geräten war das kostenlose Spotify-Hörerlebnis bislang stark eingeschränkt: Songs konnten nur im Shuffle-Modus abgespielt werden, direkte Kontrolle über die Wiedergabe gab es kaum. Mit dem neuen Update lockert Spotify diese Beschränkungen, mit mehr Freiheit für alle und klaren Zielen im Blick.

Spotify hat weltweit Änderungen am kostenlosen Angebot eingeführt, die es den Nutzern erlauben, gezielt nach Songs zu suchen und einzelne Titel abzuspielen – eine Funktion, die bisher nur zahlenden Nutzer vorbehalten war. Zudem haben Gratis-Nutzer die Möglichkeit, gezielt Lieder abzuspielen, die von Freunden geteilt wurden.

Nicht zahlende Nutzer müssen aber weiterhin damit leben, dass das Abspielen von Musik durch Werbung unterbrochen wird. Außerdem führt Spotify eine noch nicht näher bekannte zeitliche Begrenzung für das gezielte Abspielen von Songs pro Tag ein. Spotify achtet trotz dieser neuen Funktionen darauf, dass das kostenlose Angebot nicht so attraktiv wird wie das kostenpflichtige Premium-Abo.

Einnahmen durch Werbung rückläufig

Spotify hat sein Ziel, 20 Prozent des Umsatzes durch Werbung zu erzielen, längst noch nicht erreicht. Trotz aggressiver Expansion in diesem Bereich gingen die Werbeeinnahmen im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 1 Prozent zurück.

In den USA verzeichnete die Musikbranche im ersten Halbjahr 2025 erstmals seit über zehn Jahren einen Rückgang der Umsätze aus werbefinanzierten Streaming.

Spotify rechnet durch das verbesserte Nutzungserlebnis damit, dass Gratis-Nutzer mehr Zeit auf der Plattform verbringen, was bessere Werbemöglichkeiten schafft. Angesichts des Ziels, langfristig 20 Prozent des Gesamtumsatzes durch Werbung zu generieren, sieht das Unternehmen darin ein großes Potenzial für zusätzliche Einnahmen.

Konkurrenz durch YouTube und TikTok

Die Beweggründe von Spotify liegen vor allem bei einer jüngeren Zielgruppe. Besonders junge Nutzer erwarten heutzutage mehr Kontrolle über ihren Medienkonsum. Gustav Gyllenhammar, Spotifys VP für Märkte und Abonnements erklärt:

"Wir haben das Nutzerverhalten auf sozialen Medien und Videoplattformen beobachtet, wo Menschen erwarten, selbst auszuwählen, was sie konsumieren. Das war auch bei diesem Schritt sehr wichtig – mehr Freiheit bei der Auswahl von Inhalten."

Junge Nutzer sind dieser Theorie zufolge von Spotify zu anderen Plattformen wie YouTube und TikTok gewechselt, die mehr Freiheit bieten. Spotify will diese Zielgruppe mit einem attraktiven kostenlosen Angebot zurückholen.

Wichtige Rolle des Gratis-Modells

Das Streaming-Unternehmen hofft zudem, dass das verbesserte kostenlose Angebot die Nutzerbindung erhöht, die Werbeeinnahmen steigert, Gratis-Nutzer länger hält und letztendlich mehr Menschen zum Abschluss eines Premium-Abos anregt. Nicht weniger als 60 Prozent der Spotify-Premium-Nutzer besaßen nämlich zunächst einen kostenlosen Account.

Außerdem stellt das kostenlose Angebot nicht nur einen Einstieg dar, sondern dient auch als Stütze für frühere Premium-Nutzer, die vorübergehend nicht zahlen können. Spotify sieht es als ein "Sicherheitsnetz" innerhalb des Abo-Modells.

Abgrenzung zum Premium-Abo

Spotify bemüht sich das Premium-Abo attraktiv zu gestalten, obwohl gleichzeitig dessen Preise steigen. Neben dem Update für die kostenlosen Nutzer hat Spotify auch neue Premium-Funktionen wie "Playlist Mixing", "Lossless Audio" (verlustfreier Audioqualität) und eine Chat-Funktion eingeführt. Auch Funktionen wie werbefreies Hören, Offline-Wiedergabe und KI-generierte Playlists grenzen das Premium-Modell ab.

Dass das Verhältnis von kostenlosen und kostenpflichtigen Versionen eine delikate Angelegenheit ist, zeigt sich in den Reaktionen von User. Während die Nutzer der kostenlosen Version sich über die neuen Freiheiten freuen, sind manche zahlenden Abonnenten verärgert. Einige stellen in Frage, ob sich ein Premium-Abo für sie lohnt.

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