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Rekordzahlen mit Auswirkungen

Spotify Q3 2024: Streamingdienst übertrifft Prognosen, Aktie steigt stark

News von BackstagePRO
veröffentlicht am 18.11.2024

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Spotify Q3 2024: Streamingdienst übertrifft Prognosen, Aktie steigt stark

Daniel Ek (CEO Spotify). © Spotify

Die Geschäftszahlen des 3. Quartals 2024 legen nahe, dass Spotify erstmals in seiner Unternehmensgeschichte ein positives Jahresergebnis erzielen wird. Steigender Umsatz und Gewinn sorgen auch dafür, dass der Streaming-Anbieter stark an der Börse zulegt.

Der Gesamtumsatz von Spotify stieg laut Quartalszahlen im Jahresvergleich um 19 Prozent auf 4 Milliarden Euro. Durch Premium-Abonnements nahm Spotify 3,5 Milliarden Euro ein, die Einnahmen aus dem werbefinanzierten Angebot betrugen 472 Millionen Euro.

Die Bruttomarge erreichte mit 31,1 Prozent einen neuen Höchststand, und das bereinigte operative Ergebnis (vereinfacht der Gewinn) erzielte mit 454 Millionen Euro einen Quartalsrekord.

Starkes User-Wachstum

Auch die Zahl der User wuchs stark: Mit 640 Millionen monatlichen aktiver User*innen (MAU) liegt Spotify elf Prozent über dem Vorjahreswert. 14 Millionen MAUs sind allein im 3. Quartal 2024 neu dazu gekommen. Das Wachstum der MAUs war dabei vor allem in Nord- und Lateinamerika besonders stark (Spotify unterteilt die Welt in Nordamerika, Lateinamerika, Europa und den Rest der Welt).

Auch im Premium-Segment zeigt sich ein deutlicher Anstieg: Die Zahl der Abonnent*innen stieg im Jahresvergleich um 12 Prozent auf 252 Millionen, was einem Nettozuwachs von 6 Millionen entspricht – und damit die Unternehmensprognose um 1 Million übertraf. Nach Regionen abgebildet wuchsen die Premium-User in Europa und Lateinamerika besonders stark.

Auf Erfolgskurs

Mit den Ergebnissen des dritten Quartals zeigt sich auch Daniel Ek, Gründer von Spotify, zufrieden:

"Dank der hervorragenden Arbeit unserer Teams sind wir in einer so starken Position wie nie zuvor. Ich bin unglaublich stolz auf das, was wir erreicht haben, und auf die Fortschritte, die wir gemacht haben. Wir sind dort, wo wir sein wollten – wenn nicht sogar noch ein bisschen weiter – und auf dem besten Weg, unsere langfristigen Ziele zu erreichen."

Innovationen vorantreiben

Auch zukünftig möchte Spotify seinen Nutzer*innen das bestmögliche Erlebnis bieten und Innovationen vorantreiben, so Daniel Ek.

Dazu zählten zuletzt unter anderem die Einführung der Integration von Musikvideos in weiteren Märkten, eine Erweiterung des Angebots personalisierter Playlists, den Ausbau des AI-DJ-Angebots, den Betatest eines AI-Playlist-Features und der Ausbau des Hörbuch-Angebots. 

Supremium-Abo hat keine Prio

Zu den Innovationen zählt aber offensichtlich nicht das schon häufig diskutierte "Supremium"-Abo, das zusätzliche Features bei deutlich höheren Abo-Preisen bringen soll.

Beim sog. Earnings Call, also einer Pressekonferenz mit Journalisten, Investoren und Analysten äußerte sich Daniel Ek nach Einschätzung von Complete Music Update zurückhaltend zur Einführung dieses hochpreisigen Abos, das vor allem Bosse großer Plattenfirmen wie Lucian Grainge von Universal fordern.

Ek lobte zwar die grundsätzliche Idee des Supremium-Abos als "etwas, das meiner Meinung nach ein großes Wachstum für die Musikindustrie mit sich bringen wird und das auch die Verbraucher lieben werden", nannte aber nach wie vor keinen konkreten Zeitpunkt für dessen Einführung. Mehr noch: Auch was das Supremium-Abo bieten soll, ist noch völlig unklar. Offizielle Verlautbarungen gibt es jedenfalls keine.

Offensichtlich setzt Spotify angesichts des stetig steigenden Aktienkurses, der nach Bekanntgabe der Zahlen um fast 15 Prozent zulegte, auf seinen eigenen Wachstumsplan. Aktuell notiert die Aktie bei knapp über 434 Euro. Seit Jahresbeginn hat sie um mehr als 270 Euro (165 Prozent) zugelegt.

Positive Prognose

Für das vierte Quartal 2024 erwartet Spotify einen Zuwachs von 25 Millionen MAUs auf insgesamt 665 Millionen User und einen Anstieg der Premium-Abonnent*innen auf 260 Millionen.

Das Unternehmen prognostiziert für das letzte Quartal des Jahres einen Gesamtumsatz von 4,1 Milliarden Euro und ein Betriebsergebnis von 481 Millionen Euro.

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