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Streaming-Auszahlungen auf Korrektheit prüfen: Ein Wiener Start-Up will für Fairness sorgen

News von Backstage PRO
veröffentlicht am 13.05.2019

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Streaming-Auszahlungen auf Korrektheit prüfen: Ein Wiener Start-Up will für Fairness sorgen

Nermina Mumic (CEO Legitary). © Mathias Heisler

Das Wiener Unternehmen Legitary verspricht Musikerinnen und Musikern, deren Wiedergabestatistiken von Streaming-Plattformen auf eventuelle Unstimmigkeiten zu untersuchen. Das Ziel: Betrug und falsche Auszahlungen seitens der Plattformen verhindern.

Mit der zunehmenden Popularität des Audio-Streaming ergeben sich auch zahlreiche neue Probleme für Musikerinnen und Musiker, insbesondere wenn es um die Auszahlungen geht.

Zwar bieten die meisten Streaming-Dienste den Artists Wiedergabestatistiken an, mit denen sich ausgezahlte Beträge überprüfen lassen, doch setzt dies natürlich das Vertrauen in die jeweiligen Streaming-Dienste voraus: Die bisherige Bezahlung im Audiostreaming entspricht einer "Black Box". 

Automatisches Audit

Gegen diese undurchsichtigen Praktiken – und schlicht auch Fehler im Programmcode – will das Wiener Start-up Legitary vorgehen. Legitary bietet Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit, die Wiedergabe-Statistiken von Streamingdiensten automatisch auf Unstimmigkeiten und Inkonsistenzen zu überprüfen.

Dies erfolgt mittels eines Algorithmus, der sich auf Maschinenlernen stützt und in der Lage ist, große Datenmengen anhand gewisser Kriterien zu untersuchen. Nach eigenen Aussagen konnte der Algorithmus in einer Simulation über 92 Prozent aller Buchhaltungs-Fehler in Lizenzabrechnungen erkennen. 

Finanzierungsphase

Da Legitary ein noch junges Unternehmen ist, gibt es bisher noch keine Erfahrungsberichte von Musikschaffenden. Von Seiten Legitarys heißt es jedoch, dass die Software auch unter realen Bedingungen – mit den Daten einer namhaften Auditkanzlei – bereits gute Ergebnisse erzielt. 

Der Ansatz, den das Unternehmen bietet, ist im im weiten Feld des Audio-Streaming durchaus notwendig. Die bisher oft undurchsichtigen Auszahlungspraktiken – die etwa zu den aktuellen Ermittlungen gegen Tidal führten – benachteiligen Musikerinnen und Musiker. Audit-Verfahren, bisher die einzige Möglichkeit, die Daten zu prüfen, können sich hingegen die wenigsten leisten.

So ist es nicht verwunderlich, dass Legitary als eines von 20 Projekten im Finale des Start-up-Contests Midemlab auf der B2B-Messe Midem steht. Auch mit einigen Partner aus der Industrie würden bereits Gespräche geführt, so Nermina Mumic (CEO Legitary) gegenüber trendingtopics.at.

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