Nachhaltiger Wandel
Wandel im Audiokonsum: Jüngere Generation hört immer mehr Podcasts und andere gesprochene Inhalte
© mymoralesr / pixabay
Edison Research hat untersucht, wie viel Zeit verschiedene Altersgruppen mit dem Hören von Audiodateien verbringen und dabei zwischen Musik und gesprochenen Inhalten unterschieden.
Gesprochene Inhalte umfassen beispielsweise Podcasts, Hörbücher, Nachrichten und Gespräche, die über verschiedene Audio-Plattformen konsumiert werden können.
Angleichung der Hörgewohnheiten
Insgesamt stieg der Konsum von gesprochenen Inhalten in der Altersgruppe der 13 bis 34-Jährigen von 11 auf 23 Prozent. Bei der Altersgruppe der 35 bis 54-Jährigen erhöhte sich der Anteil von 22 auf 28 Prozent, und bei den über 55-Jährigen von 26 auf 28 Prozent.
Die Studienergebnisse zeigen somit, dass die 13-34-Jährigen im Jahr 2024 mehr als doppelt so viel Zeit mit dem Konsumieren von gesprochenen Inhalten verbracht haben als noch im Jahr 2014. Inzwischen mache der Konsum von gesprochenen Inhalten fast ein Viertel ihrer täglichen Hörzeit aus.
Dabei fällt auf, dass sich die Altersunterschiede zwischen 2014 und 2024 angeglichen haben. Während alle Altersgruppen inzwischen mehr gesprochene Inhalte konsumieren, liegt der Anteil der jüngeren Konsumenten von diesen Inhalten nur noch 5 Prozent unter dem der älteren Altersgruppen.
Podcasts als Grund für den Anstieg
Die Untersuchung führt den Anstieg von gesprochenen Inhalten vor allem auf Podcasts zurück. 53 Prozent der jungen Generation bevorzugt es laut Digital Music News Podcasts über Spotify zu hören, gefolgt von Apple-Podcasts (31 Prozent), YouTube (37 Prozent), Audible (20 Prozent), TuneIn Radio (13 Prozent) und sonstigen Anbietern (11 Prozent).
Zu der Beliebtheit von Podcasts sagte die Vizepräsidentin von Edison Research im Jahr 2023 folgendes:
"Mehr als ein Drittel der Zeit, die mit gesprochenem Wort verbracht wird, entfällt inzwischen auf Podcasting. Der kulturelle Wandel hin zum Digitalen kommt diesem Bereich sicherlich zugute, oder vielleicht ist es auch umgekehrt – die wachsende Begeisterung für Podcasting verlagert die Kultur ins Digitale. So oder so – das Hören von Podcasts nimmt weiter zu."
Wachsendes Angebot
Bedenkt man, dass Spotify aktuell die beliebteste Quelle für Podcasts ist, könnte der Anstieg seit 2014 auch dadurch verstärkt worden sein, dass Spotify im Jahr 2018 damit begann, massiv in das Medium zu investieren.
Schon damals hatten sich Podcasts als beliebt erwiesen, der Markt war damals jedoch noch deutlich kleiner – inzwischen gibt es ein sehr viel vielfältigeres Angebot an Inhalten, während Spotify sein Engagement im Podcast-Markt deutlich reduziert hat.
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