Bessere Zahlen als erwartet
Warner Music überwindet Stagnation und steigert Umsatz im 2. Quartal 2025
Robert Kyncl (2024). © Warner Music
Der Gesamtumsatz von 1,689 Milliarden US-Dollar bedeutet einen Anstieg von 7,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr bei einem konstanten Wechselkurs. Wenn man die einmaligen Ausgaben außen vorlässt, ergibt sich ein noch besseres Ergebnis, als es die Zahlen auf den ersten Blick vermitteln.
Im Bereich Musikaufnahmen erzielte Warner einen Quartalsumsatz von 1,354 Milliarden US-Dollar – ein Anstieg von 6,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ohne einmalige Ausgaben betrug das Wachstum sogar 8,3 Prozent. Auch das bereinigte operative Betriebsergebnis (OIBDA) legte deutlich um 15,8 Prozent auf 373 Millionen US-Dollar zu.
Wachstum durch Streaming-Abos
Nachdem insbesondere der Bereich Streaming in den vergangenen Monaten schwächelte, stieg insbesondere der mit Streaming-Abos erzielte Umsatz deutlich an.
Ohne Einbeziehung von einmaligen Ausgaben stieg der Umsatz um 8,5 Prozent auf 674 Millionen US-Dollar, wenn man die Einmaleffekte einbezieht betrug das Wachstum 4,2 Prozent. Der Umsatz aus werbefinanziertem Musikstreaming ging jedoch im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Prozent auf 221 Millionen US-Dollar zurück.
Die Einnahmen aus werbefinanziertem Streaming und Streaming-Abos betragen insgesamt 895 Millionen US-Dollar. Sie stiegen damit um 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr und ohne Berücksichtigung der einmaligen Ausgaben sogar um 5,8 Prozent.
Umsatzstarke Künstler*innen
Die umsatzstärksten Künstler*innen von Warner waren im aktuellen Quartal BAEKHYUN, ROSÉ, Bruno Mars, Grateful Dead und Teddy Swims.
Bemerkenswert dabei ist die Rolle von Grateful Dead. Die für ihre Live-Shows berühmte Band, die seit 1995 nicht mehr existiert, trägt mit einer Fülle von Live-Veröffentlichungen auf physischen Tonträgern so stark zum Umsatz bei wie aktuelle Stars.
Starkes internationales Wachstum
Auch bei Warner zeichnet sich eine immer stärkere Internationalisierung ab. Der Umsatz mit Musikaufnahmen außerhalb der USA wuchs deutlich stärker als die Einnahmen in den USA.
Durch Musikaufnahmen setzte Warner in den USA 536 Millionen US-Dollar um und damit 4 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Rest der Welt nahm Warner liefen die Geschäfts sogar noch besser. Dort nahm Warner insgesamt 818 Millionen US-Dollar ein – 8 Prozent mehr als im Vorjahr.
Rückgang bei Tonträger, Wachstum beim Musikverlag
Die Musikverlagsabteilung von Warner erwirtschafte einen Umsatz von 336 Millionen US-Dollar. Das entspricht einem Anstieg von 9,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Beim Verkauf von physischen Tonträgern verzeichnete Warner jedoch im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang um 4 Prozent auf 119 Millionen US-Dollar. Die Beendigung der Zusammenarbeit mit BMG schlug dabei mit einem Verlust von 10 Millionen US-Dollar zu Buche.
Starkes Wachstum erzielte Warner durch die Einnahmen aus Künstlerdienstleistungen und erweiterten Rechten (Zuwachs von 19,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 195 Millionen US-Dollar) sowie aus Lizenzeinnahmen (Zuwachs um 19,4 Prozent auf 111 Millionen US-Dollar).
Zufriedener CEO
Robert Kyncl, CEO der Warner Music Group, sagt zu den Ergebnissen: "In diesem Quartal haben wir massive Chart-Hits, bahnbrechende Stars, ein starkes Umsatzwachstum und Marktanteilsgewinne erzielt ... all dies zeigt, dass unsere Strategie funktioniert."
Kyncl erklärte weiter den Fokus auf "die Künstler, Songwriter und Märkte mit dem größten Potenzial" zu setzen, um "weltweit den größten Einfluss zu erzielen."
An der Börse legte die Aktie von Warner Music deutlich zu und notiert jetzt bei etwas mehr als 27 Euro.
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