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Nicht Teil des Kerngeschäfts

Plant Warner Music den Verkauf des deutschen Merch-Anbieters EMP?

News von BackstagePRO
veröffentlicht am 14.08.2025

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Plant Warner Music den Verkauf des deutschen Merch-Anbieters EMP?

© Satria Aditya

2018 erwarb Warner Music den deutschen Merch-Hersteller EMP. In ihrem aktuellen Quartalsbericht schreibt Warner Music das Unternehmen mit deutlicher Wertminderung ab, möglicherweise um einen Verkauf vorzubereiten. Dafür gibt es auch noch andere Anzeichen.

Music Business Worldwide hat den Quartalsbericht von Warner Music genau unter die Lupe genommen und eine bemerkenswerten Inhalt entdeckt, der vermutlich das deutsche Merchandising-Unternehmen EMP betrifft.

Steht EMP zum Verkauf?

Der Quartalsbericht enthält eine Abschreibung in Höhe von 70 Millionen US-Dollar im Zusammenhang mit "langfristigen Vermögenswerten im Zusammenhang mit bestimmten nicht zum Kerngeschäft gehörenden E-Commerce-Aktivitäten", auf englisch: "long-lived assets associated with certain of [WMG’s] non-core e-tailer operations".

MBW berichtet, dass die Bezeichnung "e-tailer" in früheren Quartalsberichten nur in Zusammenhang mit dem in Lingen im Emsland ansässigen Merch-Anbieter EMP verwendet wurde. Die Abschreibung bedeutet, dass Warner Music diese Vermögenswerte (vermutlich EMP) 70 Millionen US-Dollar niedriger bewertet als bisher. Warner hatte EMP 2018 für 180 Millionen US-Dollar erworben.

Solche Abschreibungen können aus verschiedenen Gründen vorgenommen werden, einer davon betrifft den Verkauf des Vermögenswerts. 

Nur Spekulationen?

Das bisher Gesagte wäre kein ernsthafter Beleg für Verkaufspläne, wenn Warner Music nicht den Vermögenswert (vermutlich EMP) als "nicht zum Kerngeschäft gehörig" ("non-core") bezeichnen würde. 

Zudem weist Warner in seinem Quartalsbericht darauf hin, dass EMP einen "wiedergewinnbaren Zeitwert auf der Grundlage aktueller Marktindikatoren" ("recoverable fair value based on current market indicators") aufweist. Die "aktuellen Marktindikatoren" weisen möglicherweise auf Verkaufsgespräche oder unaufgeforderte Angebote zum Erwerb von EMP hin.

Kostensenkungen als Unternehmenszeil

Außerdem passen diese Überlegungen zu einer geänderten Konzernstrategie. Bereits im Juli kündigte CEO Robert Kyncl Pläne für Kostensenkungen bei Warner Music an, die jährliche Einsparungen von 300 Millionen US-Dollar vorsehen. Warner Music wolle die Musik wieder in den Vordergrund stellen, so Kyncl.

Es ist leicht möglich, dass sich Warner Music daher von EMP trennen möchte, das mit seiner breiten Angebotspalette möglicherweise nicht mehr ins Portolio passt. Dafür ist Warner offensichtlich sogar bereit, eine hohe Abschreibung in Kauf zu nehmen.

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