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HD-Music for the Masses

Amazon Music HD: hochauflösendes Streaming-Angebot zum Kampfpreis

News von Backstage PRO
veröffentlicht am 18.09.2019

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Amazon Music HD: hochauflösendes Streaming-Angebot zum Kampfpreis

© FirmBee / Pixabay

Das Online-Versandhaus Amazon führt mit Amazon Music HD eine neues Abo-Modell ein, das den Nutzerinnen und Nutzern Zugriff auf ein großes Repertoire an Songs mit mindestens CD-Qualität gewährt.

Laut eigenen Angaben besitzt Amazon einen Katalog von über 50 Millionen HD-Songs, also Songs in CD-Qualität (16 Bit Samplebreite, 44,1 kHz Samplerate). Weiterhin gibt es eine nicht näher benannte Zahl an Liedern in UltraHD; hier beträgt die Samplebreite 24 Bit und die Samplerate liegt zwischen 44,1 und 192 kHz. 

Gestreamt werden die Songs im offenen und verlustfreien FLAC-Format, Amazon setzt hier also im Gegensatz zu Konkurrenzdiensten nicht auf proprietäre Codecs, so wie etwa TIDAL mit dem MQA-Format.

Kampfansage

Steve Boom, Vizepräsident von Amazon Music, gibt an, mit Amazon Music HD hochauflösendes Streaming massentauglich machen zu wollen. So ist es wenig verwunderlich, dass die Preisgestaltung Amazons eine deutliche Kampfangsage an Konkurrenzplattformen darstellt. 

Während das HD-Angebot von TIDAL oder Deezer 19.99$ aufwärts pro Monat kostet, soll Amazon Music HD nur 14,99$ kosten, für Prime-Kunden sogar nur 12,99$.

Endlich In?

Bisher war der Mainstream-Appeal von hochauflösendem Audio-Streaming eher gering. So hat Spotify seine Vorstöße in diese Richtung bereits wieder aufgegeben, Angebote von TIDAL, Deezer oder Qobuz sind nur bedingt populär. 

Laut BBC könnte sich das HD-Angebot Amazons, abgesehen von der Preisgestaltung, auch aufgrund der Verbreitung der eigenen Smart Speaker-Serie jedoch eher durchsetzen als vergleichbare Angebote.

Dienste wie Spotify werden in vielen Fällen mobil genutzt; hier wird geringere Qualität aufgrund des damit verbundenen geringeren Datenverbrauchs eher akzeptiert. Smart Speaker werden jedoch meist im eigenen WLAN benutzt, der Datenverbrauch ist hier also eher zweitrangig – was wiederum bedeutet, dass User sich hier bewusst für höhere Soundqualität entscheiden könnten. 

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