Mehr Transparenz
Echtzeit-Insights für Artists: Warner Music launcht Beta-Version von WMG Pulse
© Warner Music Group
Derzeit befindet sich WMG Pulse in der Beta-Phase und wird von mehr als 100 Künstler*innen weltweit getestet. Wichtig: Bei WMG Pulse handelt es sich nicht um das von Warner angekündigte "Superfan"-Angebot. Stattdessen soll das Tool, das von WMGs hauseigenem Technologie-Team entwickelt worden ist, Transparenz und datenbasierte Entscheidungen im Musikgeschäft fördern.
Streaming, Social Media und Einnahmen auf einen Blick
Dafür aggregiert WMG Pulse laut WMG Informationen aus allen großen Streaming-Diensten (DSPs) und sozialen Netzwerken. Nutzer*innen von WMG Pulse erhalten daraufhin eine konsolidierte Übersicht über Streaming-Zahlen, Social-Media-Performance, User-Generated Content (UGC) und aktuellen Einnahmen aus verschiedenen Quellen wie Tantiemen, physischen Verkäufen und Synchronisationen.
In den kommenden Monaten sollen weitere Funktionen wie Prognosen oder Release-Planung hinzugefügt werden. WMG plant das Tool noch in diesem Jahr einem breiteren Publikum verfügbar zu machen.
Kurswechsel?
Dann bleibt abzuwarten: Könnte die neue Plattform ein Hinweis für einen Strategiewechsel der großen Label darstellen? Während die Musikindustrie über Jahrzehnte hinweg häufig für intransparente Abrechnungsmodelle kritisiert wurde, werden nun Informationen bereitgestellt, die bislang oft nur dem Label selbst zur Verfügung standen.
Tools wie Pulse könnten demnach womöglich dazu beitragen sollen, das die Zusammenarbeit und vor allem das Vertrauen zwischen Labels und Künstler*innen zu stärken – gerade in Zeiten, in denen Künstler*innen durch die sozialen Medien, der Möglichkeit ihre Musik selbst auf Streamingplattformen zu veröffentlichen und immer besseren Produktionsmöglichkeiten im eigenen Homestudio weniger auf Label-Support angewiesen sind.
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