Ein Label im Wandel
Globale Möglichkeiten und neue Märkte: Warner Umstrukturierung geht weiter
Eric Wong und Jessica Keeley-Carter. © Warner Music Group
Warner Music hatte im August 2024 bekannt gegeben, seine Abteilung für Musikaufnahmen umfassend umzustrukturieren. Warner solle zukünftig in den USA aus zwei Labelgruppen bestehen: Warner Records und Atlantic Music.
Kein Stein auf dem anderen
Ein bereits im März 2024 angekündigter Stellenabbau bei der Atlantic Music Group wurde im September vollzogen. Rund 150 Mitarbeitende erhielten ihre Kündigung. Gleichzeitig soll sich das Unternehmen von etwa einem Dutzend seiner Künstler*innen getrennt haben.
Ende September verließen Max Lousada, der globale CEO des Bereichs Recorded Music, Julie Greenwald, Chair von Atlantic Music, und Kevin Liles, Chair und CEO des Warner-Tochterunternehmens 300 Elektra Entertainment, das Unternehmen. Zeitgleich trat Elliot Grainge die Position als neuer CEO der Atlantic Music Group an.
Berufung in Spitzenpositionen
Nun hat die Warner Music Group erneut Veränderungen bekannt gegeben: Das Unternehmen hat zwei Schlüsselpositionen in ihrer Recorded Music-Sparte neu besetzt.
So wurde Eric Wong zum Präsidenten von East West Records und Jessica Keeley-Carter zur neuen Chief Marketing Officer (CMO) für den Bereich Recorded Music ernannt.
Auf Talentsuche
Eric Wong, der bereits seit 2020 als Chief Marketing Officer der Warner Music Group tätig war, soll nun eine Doppelfunktion als Präsident von East West Records und als Leiter des Global A&R (Artists and Repertoire) im Bereich Recorded Music übernehmen.
Diese Position soll es Wong ermöglichen, nicht nur talentierte Künstler*innen weltweit zu entdecken und zu fördern, sondern auch Synergien innerhalb des globalen WMG-Netzwerks zu schaffen.
East West Records soll als "globaler Verbindungspunkt" genutzt werden, um lokale Talente mit internationaler Reichweite zu identifizieren. WMG erklärte außerdem, dass Wong in Zukunft mit dem gesamten Künstler*innen-Portfolio des Unternehmens zusammenarbeiten werde, um Kooperationen und kreative Möglichkeiten zu fördern, die Karrien vorantreiben.
Neue Chefin des Marketings
Die zweite bedeutende Personalentscheidung betrifft Jessica Keeley-Carter, die zur neuen CMO von WMG befördert worden ist. In ihrer neuen Rolle wird Keeley-Carter, die bereits als EVP (Executive Vice President) für Global Marketing bei der WMG tätig war, dafür verantwortlich sein, WMGs globale, regionale und lokale Marketingstrategien weiterzuentwickeln.
Jessica Keeley-Carter zeigt sich zuversichtlich gegenüber den neuen Veränderungen:
"Mit dem kollektiven WMG-Team, das in unserer neuen Struktur noch enger zusammenarbeitet, werden wir in der Lage sein, unsere Künstler*innen und Labels zu neuen Höhen zu führen."
Auf dem Weg zu einer "flacheren regionalen Struktur"
Die personellen Wechsel bei Warner sind Teil eines umfassenden Plans, der darauf abzielt, WMG mit einer "flacheren regionalen Struktur" zukunftsfähig zu machen.
Durch diese sollen lokal fokussierte Expert*innen besser mit globalen Möglichkeiten vernetzt und direkte Kanäle zwischen Künstler*innen und neuen Märkten geschaffen werden.
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