Absage an Übernahmen
Indie-Unternehmen Beggars Group will Unabhängigkeit durch Stiftung sichern
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Martin Mills, Gründer und Chairman der Beggars Group. © Beggars Group
Wie aus neu eingereichten Unterlagen beim britischen Handelsregister Companies House hervorgeht, liegt die Kontrolle an der Beggars Group nun bei dem sogenannten MM Settlement Trust.
Zur Beggars Group gehören legendäre Labels wie XL Recordings, 4AD, Rough Trade und Matador, bei denen weltberühmte Künstler unter Vertrag standen und stehen. Dazu zählen beispielsweise Radiohead, The Smiths, Interpol, The Fall, Belle & Sebastian, Pavement, Yo La Tengo, The National, Dead Can Dance, Super Furry Animals und viele weitere.
Sicherung der Eigenständigkeit
Gegenüber Music Business Worldwide erklärte Beggars, die Übertragung solle "die Eigenständigkeit des Unternehmens bewahren und die Kontinuität über zukünftige Generationen hinweg im Interesse von Künstlern und Mitarbeitern sicherstellen".
Im Zuge der Umstrukturierung wurde auch die Anteilsstruktur der wichtigsten UK-Gesellschaften angepasst. An der operativen Führung ändert sich jedoch nichts: Martin Mills sowie CEO Paul Redding leiten das Unternehmen weiterhin gemeinsam.
Eine einzigartige Erfolgsgeschichte
Martin Mills gründete Beggars Banquet Records im Jahr 1977 und formte die Beggars Group im Verlauf der nächsten Jahrzehnte zu einem der erfolgreichsten und einflussreichsten Indie-Musikunternehmen.
CEO Paul Redding betonte, dass der kooperative Geist des Unternehmens auch unter dem Trust-Modell erhalten bleibe. Die Label-Partnerschaften würden weiterhin "im gleichen Geist der Gleichberechtigung und im selben Konsensprozess geführt wie seit Jahrzehnten".
Unabhängigkeit statt Übernahme
Mit der Stiftungs-Struktur will Beggars offenbar verhindern, langfristig Ziel einer Übernahme oder externen Kontrolle zu werden. In einem aktuellen Interview hatte Mills bereits klargestellt: Das Unternehmen solle auch über seine eigene Lebenszeit hinaus unabhängig bleiben.
Diese Haltung unterscheidet Mills von anderen (ehemaligen) Besitzern von Indie-Musikunternehmen wie beispielsweise Downtown Music, das trotz starken Protests der Indie-Szene an die Universal Music Group verkauft wurde.
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