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Verbot aber unwahrscheinlich

EU hat Bedenken wegen der Übernahme von Downtown durch UMG

News von BackstagePRO
veröffentlicht am 24.11.2025

universal downtown music musikbusiness

EU hat Bedenken wegen der Übernahme von Downtown durch UMG

Die neue EU-Kommission. © Dati Bendo, European Union

Die Europäische Kommission plant laut Bloomberg die geplante Übernahme von Downtown Music Holdings durch Universal Music Group offiziell zu beanstanden. Ein sog. Statement of Objections sei in Vorbereitung.

Ein solches Schreiben markiert einen wichtigen Schritt in EU-Fusionskontrollen. Es zeigt an, dass regulatorische Zweifel bestehen, bedeutet jedoch nicht, dass die Kommission den Deal untersagen wird.

Unternehmen erhalten in diesem Stadium laut EU Gelegenheit, die Vorbehalte auszuräumen, Gegenargumente vorzulegen oder Abhilfemaßnahmen anzubieten. Laut Kommission können die betroffenen Parteien schriftlich Stellung nehmen und eine mündliche Anhörung beantragen.

Reaktion von UMG

Bloomberg zufolge könnte das Schreiben zeitnah versendet werden, befindet sich aber noch im Entwurf. UMG reagierte auf Anfrage mit der Aussage, die geplante Übernahme solle unabhängigen Musikunternehmen besseren Zugang zu Tools und Support bieten. Ein Sprecher erklärte:

"Wir sind zuversichtlich, dass die Transaktion letztendlich von der Europäischen Kommission genehmigt wird, wenn wir weiterhin die Vorteile für Künstler*innen, Labels und die unabhängige Musikszene in Europa aufzeigen."

Die EU-Kommission prüft den Zusammenschluss derzeit im Rahmen einer vertieften Phase-II-Untersuchung, deren endgültige Entscheidung bis zum 6. Februar 2026 erwartet wird. Wie auch immer das Ergebnis ausfällt, es wird wichtige Auswirkungen auf den europäischen Musikmarkt haben.

Hintergrund des Verfahrens

Die Universal Music Group will Downtown Music Holdings durch die UMG-Tochtergesellschaft Virgin Music Group für rund 775 Millionen US-Dollar erwerben. Unter dem Dach von Downtown Music Holdings sind zahlreiche Vertriebs- und Serviceangebote wie FUGA, CD Baby, Curve Royalty Systems und Downtown Music Publishing gebündelt, die stark von Indie-Labels genutzt werden.

Indie-Organisationen wie IMPALA oder der VUT haben daher ihre Bedenken wiederholt öffentlich geäußert. Die EU leitete im Juli eine vertiefte Prüfung ein, nachdem sie erste Hinweise auf mögliche Einschränkungen des Wettbewerbs im Musikvertrieb und bei Artist- und Label-Services feststellte.

Universal und Downtown haben derweil Kritik an der Übernahme zurückgewiesen. 

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