Ein Brief an die Kritiker*innen
Downtown Übernahme: Virgin Music weist Kritik der Indie-Szene zurück
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JT Myers und Nat Pastor, Virgin Music Group. © Universal Music Group
Die Übernahme von Downtown durch die Virgin Music Group beziehungsweise Universal Music Group steht schon seit dessen Bekanntgabe unter Beschuss. Die Indie-Szene warnt vor einer starken Marktkonzentration und potentiellen Einschränkungen für die unabhängige Musikbranche.
(K)ein Wolf im Schafspelz
Martin Mills, der Gründer von Beggars Group, hatte bereits im Dezember 2024 die Warnung geäußert, Universal Music würde sich als gute Fee für die unabhängige Musikbranche inszenieren, doch hinter diesem Deckmantel verstecke sich ein Wolf.
Der vermeintliche Wolf weist diesen Vorwurf in dem Music Business Worldwide vorliegenden Brief jedoch entschieden zurück. Myers und Pastor erklären:
"Die Unterstellung, Virgin sei alles andere als eine positive Kraft auf dem unabhängigen Markt, ist eine Beleidigung für alle, die zur Virgin Music Group gehören. Alle gegenteiligen Behauptungen sind kindisch, beleidigend und werden von denjenigen verbreitet, die alles sagen, um die Chancen für das Zustandekommen dieses Deals zu verringern."
Direkte Antworten auf scharfe Kritik
Auch der Verband unabhängiger Musikunternehmen in Europa (IMPALA) äußert scharfe Kritik an der Übernahme. So befürchtet IMPALA, Virgin nutze die Kundendaten von Downtown (und der Tochtergesellschaft FUGA), um Universal einen Marktvorteil zu verschaffen.
Myers und Pastor jedoch erklären, dass ihnen nichts ferner läge:
"Das Vertrauen, das unsere Kunden in uns gesetzt haben, zu missbrauchen, wäre selbstzerstörerisch: Sie würden die Beziehung schnell und zu Recht beenden."
Sinkende statt steigende Marktanteile
Auch auf die Vorwürfe durch Helen Smith von IMPALA, der Marktanteil von UMG in Europa sei seit der Übernahme von EMI im Jahr 2012 um 18 Prozentpunkte gestiegen, gehen die Geschäftsführer ein und widersprechen. Es gäbe "NULL glaubwürdige Daten, die dies belegen."
Stattdessen sei der Marktanteil des unabhängigen Sektors in diesem Zeitraum gestiegen, der Marktanteil von Universal jedoch nicht.
Kein Abschalten von externen Diensten
Zuletzt entkräften Myers und Pastor auch die "Fiktion", die Virgin Music Group werde Dienste wie FUGA, Curve, CD Baby, Downtown Music Publishing oder Songtrust einschränken oder abschalten.
Ganz im Gegenteil, Virgin sei sich des außerordentlichen Werts von Investitionen in diese Dienste und den Ausbau des Zugangs zu diesen und anderen Plattformen bewusst.
Aktuell würde die EU-Kommission die Übernahme prüfen und dann entscheiden, ob sie die Prüfung einstellt und damit grünes Licht für den Deal gibt oder ob sie die Übernahme
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