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Reaktion auf Kritik der Indie-Szene

Downtown Music CEO Pieter van Rijn verteidigt UMG-Übernahme in offenem Brief

News von BackstagePRO
veröffentlicht am 08.09.2025

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Downtown Music CEO Pieter van Rijn verteidigt UMG-Übernahme in offenem Brief

Pieter van Rijn, CEO von Downtown Music. © Downtown Music

Nach der Kritik über die geplante Übernahme von Downtown Music durch die Universal Music Group (UMG) hat sich CEO Pieter van Rijn öffentlich zu Wort gemeldet. In einem offenen Brief wies er die Vorwürfe zurück, dass der 775 Millionen Dollar Deal negative Auswirkungen auf die Indie-Musik-Branche haben könnte.

Pieter van Rijn betont, dass die Diskussion über den Deal auf Fakten, nicht auf Agenden basieren müsse. Er richtet sich insbesondere an Indie-Organisationen, die seiner Ansicht nach die klaren Vorteile der Übernahme für ihre Mitglieder übersehen hätten. 

Downtown Music erklärt Entscheidung für Virgin Music 

In seinem Schreiben erklärt van Rijn, dass Downtown Music sich bewusst für Virgin Music Group entschieden habe. Das Unternehmen hat in den vergangenen Jahren mehrfach Kaufangebote erhalten, jedoch kein Angebot, welches die Mission des Unternehmens so unterstütze wie das von Virgin Music.

Ausschlaggebend für die Entscheidung für Virgin Music sei gewesen, dass mit Virgin aus seiner Sicht ein Partner gefunden wurde, der die Werte und Ziele von Downtown Music teile und bereit sei, langfristig in Strukturen, Mitarbeitende und Kund:innen zu investieren. 

Van Rijn: Bedenken sind unberechtigt

Van Rijn betont, durch die Übernahme stünden mehr Ressourcen zur Verfügung, außerdem schaffe sie mehr Reichweite und ermögliche den Einsatz von innovativen Technologien, ohne die bestehenden Services oder die Unabhängigkeit der Künstler:innen zu reduzieren. Weiter erklärt er, dass Virgin die Vision und Philosophie von Downtown teile und langfristig in das Unternehmen investieren wolle.

Auch die oft genannten Bedenken zu Datenschutz und Servicequalität weist er zurück. Datenschutz und Servicequalität würden nicht leiden, sondern sogar verbessert werden. Die aktuelle Kritik hält er für einseitig und nicht repräsentativ für die gesamte Indie-Szene. 

Kritik aus der Independent-Szene

Viele Vertreter:innen der Indie-Branche äußerten hingehen wiederholt Bedenken. Sie warnen, dass die Übernahme die Marktmacht von UMG weiter stärken und die Vielfalt und Fairness im Musikmarkt beeinträchtigen könnte.

Mehr als 200 Branchenvertreter haben die EU-Kommission bereits aufgefordert, die Übernahme zu stoppen. 

EU-Kommission prüft weiter

Die Übernahme wird derzeit von der EU-Kommission im Rahmen einer Phase-II-Untersuchung wegen potenzieller Wettbewerbsprobleme geprüft. 

Da angeforderte Unterlagen nicht fristgerecht bereitgestellt wurden, wurde die Untersuchung pausiert. Erst nach einer Wiederaufnahme der Prüfung wird ein neuer Termin für den Abschluss der Prüfung festgelegt.

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