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EU-Musikbranche legt zu

"Music in the EU"-Report 2026: EU-Musikmarkt wächst um 5,1 Prozent

News von BackstagePRO
veröffentlicht am 14.09.2026

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"Music in the EU"-Report 2026: EU-Musikmarkt wächst um 5,1 Prozent

© Dziubi Steenbergen

Der europäische Markt für aufgenommene Musik ist 2025 weiter gewachsen. Nach Angaben der International Federation of the Phonographic Industry (IFPI) stiegen die Umsätze in den 27 EU-Mitgliedstaaten um 5,1 Prozent auf insgesamt 6 Milliarden Euro. Zudem formuliert der Branchenverband seine Forderungen zur Lizenzierung und Kennzeichnung von KI-Musik.

Die EU zählt damit weiterhin zu den wichtigsten Musikregionen der Welt. Neun der 20 größten Musikmärkte liegen in einem EU-Mitgliedstaat. 21,3 Prozent der weltweiten Recorded-Music-Umsätze wurden 2025 in der EU erwirtschaftet.

Das Umsatzwachstum des EU-Musikmarkts fiel mit 293 Millionen Euro nur etwas geringer aus als in den USA, die im Vergleich zum Vorjahr 330 Millionen Euro mehr erwirtschafteten. Im Hinblick auf den Gesamtumsatz liegen die USA mit 10,2 Milliarden Euro aber noch deutlich vor der EU (6 Milliarden Euro).

Osteuropa wächst besonders stark

Die einzelnen Musikmärkte wuchsen jedoch nicht gleichmäßig. Besonders hohe Wachstumsraten erreichten vor allem Staaten in Mittel-, Ost- und Südosteuropa. An der Spitze stand Rumänien mit einem Plus von 16,1 Prozent. Die Slowakei und die baltischen Staaten erreichten jeweils 15,9 Prozent.

Auch Ungarn, Slowenien, Polen, Spanien, Bulgarien, Griechenland und Italien verzeichneten zweistellige Wachstumsraten. Der deutsche Markt wuchs um 1,7 Prozent und damit deutlich langsamer als jedes anderes EU-Land.

Streaming bleibt Wachstumsfaktor

Streaming bringt inzwischen 66,5 Prozent der EU-Umsätze mit aufgenommener Musik ein. Allein kostenpflichtige Streaming-Abos sorgten 2025 für zusätzliche Einnahmen von 220 Millionen Euro. Werbefinanziertes Streaming steuerte weitere 48 Millionen Euro bei. Die IFPI führt diese Entwicklung sowohl durch steigende Abonnentenzahlen als auch durch Preiserhöhungen der Plattform zurück.

Auch mit physischen Tonträgern wurden 58 Millionen Euro mehr umgesetzt. Download und andere digitale Formate verloren dagegen 8 Millionen Euro.

Die IFPI sieht in der EU deutliches Wachstumspotential bei den kostenpflichtigen Streaming-Abonnements. In der EU nutzen derzeit durchschnittlich 27 Prozent der Bevölkerung ein solches Angebot. In Großbritannien liegt dieser Anteil bei 47 Prozent und in den USA bei 54 Prozent.

KI-Lizenzierung als neues Wachstumsfeld

Der Report betont, dass Musikunternehmen bereits gemeinsam mit KI-Entwicklern an lizenzierten Modellen arbeiten, die neue Einnahmequellen für Künstler schaffen sollen.

Die IFPI spricht sich dabei für freiwillige Lizenzen aus, die direkt zwischen Rechtinhaber und KI-Anbietern ausgehandelt wurden. Gesetzliche Vergütungsansprüche, Zwangslizenzen und verpflichtende kollektive Lizenzmodelle lehnt der Verband ab. 

Voraussetzung für einen funktionierenden Lizenzmarkt sei, dass KI-Unternehmen vor der Nutzung geschützter Inhalte eine Genehmigung einholen. Außerdem sollten sie dokumentieren und gegenüber berechtigten Parteien offenlegen, welche Inhalte sie für die Entwicklung ihrer Modelle verwendet haben.

Kennzeichnung von KI-Musik

Ein von der IFPI und ihren Branchenpartnern entwickeltes System soll einzelne Tracks den Kategorien "AI-Generated" und "AI-Assisted" zuordnen, um Fans so transparente Informationen über den Einsatz von KI zu geben.

Die erste Kategorie bezeichnet Aufnahmen, deren kreative Elemente vollständig oder überwiegend mit KI erzeugt wurden. "AI-Assisted" soll dagegen gelten, wenn ein Werk überwiegend von Menschen geschaffen wurde, KI aber bei einzelnen Elementen zum Einsatz kam.

Außerdem hat die IFPI Grundsätze für die Zulassung KI-basierter Aufnahmen zu offiziellen Musikcharts entwickelt. Das soll den Charts ermöglichen, rechtmäßigen KI-Einsatz zu berücksichtigen, gleichzeitig aber eine Grenze zwischen menschlicher Kreativität und KI-generierten Inhalten zu ziehen. Darüber hinaus sollen die Grundsätze sicherstellen, dass Titel mit betrügerisch erhöhten Stream-Zahlen von den Charts nicht berücksichtigt werden.

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