Schneller Abschied
Nach gescheitertem Übernahmeangebot: Universal Music kauft Bill Ackmans Anteile
Das UMG-Headquarter in Santa Monica, Kalifornien. © Coolcaesar via Wikimedia (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Umgheadquarters.jpg) / Lizenz: CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)
Nachdem bekannt geworden war, dass Pershing Square seine verbleibenden UMG-Anteile veräußern würde, geriet die Aktie unter Druck: Am Donnerstagmorgen verlor sie an der Euronext Amsterdam rund sechs Prozent an Wert.
UMG erklärte, die zurückgekauften Aktien entweder zur Erfüllung von Verpflichtungen aus dem „Global Equity Plan 2022“ oder zur Herabsetzung des Grundkapitals einzusetzen.
Schrittweiser Rückzug
Pershing Square hatte im Sommer 2021 zunächst rund zehn Prozent der UMG-Anteile von Vivendi für etwa vier Milliarden US-Dollar erworben. Im Januar vergangenen Jahres wurde ein Fonds von Pershing Square aufgelöst, woraufhin 47 Millionen UMG-Aktien – was 2,6 Prozent des Unternehmens entspricht – an Mitinvestoren ausgeschüttet wurden.
Im März verkaufte Ackmans Gesellschaft einen weiteren ähnlich großen Anteil. Wenige Wochen später, im Mai 2025, legte Ackman sein Mandat im Vorstand von Universal nieder.
Übernahmeangebot abgelehnt
Erst vergangene Woche hatte Universal ein Übernahmeangebot von Pershing Square abgelehnt. Ackmans Investmentgesellschaft hatte UMG mit 55,75 Milliarden Euro bewertet, wollte jedoch nur einen vergleichsweise geringen Teil des Kaufpreises in bar bezahlen. Der überwiegende Anteil der Gegenleistung sollte aus Beteiligungen an einer neu strukturierten Universal Music Group bestehen.
Der UMG-Vorstand kam einstimmig zu dem Schluss, dass der Vorschlag von Pershing Square Capital Management "nicht im besten Interesse von UMG, seinen Aktionären, Künstlern, Songwritern, Mitarbeitenden und weiteren Anspruchsgruppen" sei.
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