Tourneen stark erschwert
Offener Brief kritisiert die Auswirkungen des Brexit auf das Livegeschäft
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Am 19. Mai 2025 treffen sich die britische Regierung und die EU-Kommission zum EU-UK-Gipfel. Diesen Anlass nutzen u. a. die Dachverbände LIVE und UK Music, um mit einem offenen Brief die derzeitigen Vereinbarungen zwischen der EU und Großbritannien im kulturellen Bereich zu kritisieren.
Interessierte können den offenen Brief hier einsehen und ggf. unterzeichnen.
Kultureller Austausch wird behindert
Aus Sicht der Dachverbände funktionieren die derzeitigen Vereinbarungen nicht, wodurch das Publikum, die Künstler und die Veranstalter in der EU und Großbritannien nicht die Möglichkeit hätten, die Vorteile eines engeren kulturellen Austauschs zu nutzen.
Der offene Brief richtet sich an den Präsidenten des Europäischen Rates, António Costa, die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und den britischen Premierminister Keir Starmer und ruft dazu auf, in den Gesprächen beim anstehenden Gipfel "gemeinsam alle Hindernisse und Barrieren zu überwinden, die das wirtschaftliche und kulturelle Wachstum dieses wichtigen Sektors beeinträchtigen und der Verwirklichung dieser Beziehung derzeit im Wege stehen".
Brexit sorgt für größere Probleme
Wie die MusikWoche berichtet, stellt sich auch der Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft (BDKV) auf die Seite der Unterzeichner. Beim jüngsten Trade Associations Summit, den sowohl der BDKV als auch LIVE veranstalteten, hob der BDKV die starken Einbrüche im gegenseitigen Touring zwischen UK und EU hervor.
Aus Sicht des BDKV belastet der Brexit die Konzert- und Veranstaltungswirtschaft, was nicht zuletzt an gestiegenen Kosten und einem erhöhten bürokratischen Aufwand liegt. Geschäftsführer Johannes Everke fügt hinzu:
"In Hinblick auf den Gipfel genauso wie im Rahmen unserer Branchentreffen und der wachsenden politischen Arbeit des BDKV in Brüssel ist jetzt der Zeitpunkt, um dieses Thema anzusprechen. Die englische Musik ist seit jeher ein Exportschlager, genauso ist die Insel ein wichtiger Absatzmarkt für die Künstler vom Kontinent."
LIVE und der BDKV laden europäische Branchenverbände und deren Mitgliedsunternehmen ein, um den offenen Brief zu unterzeichnen, damit das Anliegen das gewünschte politische Gewicht erhält. Jon Collins von LIVE sagt dazu:
"Je deutlicher wir den Nutzen einer Reform der Handelsbedingungen für die Unternehmen der Branche nachweisen können, desto größer wird das Interesse der EU-Kommission und der britischen Regierung an Verhandlungen sein."
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