Nach jahrelangem Streit
Pink Floyd verkaufen Teile ihrer Musikrechte an Sony Music
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Pink Floyd. © WMG
Der Deal soll laut der Financial Times die Rechte an dem umfangreichen Musikkatalog von Pink Floyd sowie Namens- und Bildrechte umfassen, darunter den Bandnamen.
"Nur" ein Teilverkauf
Allerdings haben sich die Mitglieder von Pink Floyd (David Gilmour, Roger Waters, Nick Mason und die Erben des verstorbenen Richard Wright) dazu entschlossen, nur die Rechte an ihren Tonaufnahmen an Sony zu verkaufen, nicht aber die Rechte an den Kompositionen selbst (sog. Verlagsrechte). Diese verbleiben also bei den bisherigen Rechteinhabern.
Eine offizielle Bestästigung gibt es allerdings nicht. Waters war für eine Stellungnahme bisher nicht zu erreichen, Sony und Gilmour lehnten einen Kommentar ab.
Kompromiss als Schlüssel eines Verkaufs?
Da es sich "nur" um einen Teilverkauf handelt, ist der Verkaufspreis von 400 Millionen US-Dollar relativ niedrig. Der Katalog einer generationenübergreifend populären Band wie Pink Floyd wäre sicherlich deutlich teurer gewesen, wenn auch die Verlagsrechte zum Verkauf gestanden hätten.
Es ist auch möglich, dass der Teilverkauf der Rechte einen Kompromiss zwischen den ewigen Streithähnen Roger Waters und David Gilmour ermöglichte. Gilmour hatte jüngst geäußert, dass er die Musikrechte gerne verkaufen würde, was aber am Widerstand einer ungenannten Person gescheitert sei, bei der es sich vermutlich um Waters handelt.
Die Einigung war vermutlich möglich, indem die Pink Floyd-Mitglieder die Verlagsrechte ausklammerten und nur die Rechte an den Musikaufnahmen verkauften. Mit der Einigung geht jedenfalls eine jahrelange Hängepartie zu Ende, denn die Band verhandelt bereits seit 2022 über einen solchen Deal.
Weiterer Deal für Sony
Der Verkauf reiht sich im Übrigen ein in eine Reihe weiterer Künstler, von denen Sony Music in den letzten Jahren die Musikrechte erworben hat.
So gehören dem Label mittlerweile die Rechte an der Musik von Weltstars wie Bruce Springsteen und Bob Dylan. Vor wenigen Monaten erst ergänzte der Musikkatalog von Queen das Portfolio. Der Deal wurde vom Private Equity-Unternehmen Apollo Global Management finanziert.
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