Großer Verlust für die Elektro-Szene
Sofortiger Zulassungsstopp: UdK Berlin streicht renommierten Masterstudiengang "Sound Studies"
© Yan Krukau via pexels.com
Als Grund für die Schließung nennt die UdK die Berliner Hochschulgesetze, die den Erhalt des Studienganges in Verbindung mit den landesweiten finanziellen Kürzungen unmöglich machen. Der Studiengang ist aktuell an das Zentralinstitut für Weiterbildung und Transfer angeschlossen.
Seit 2021 erlaubt das Berliner Hochschulgesetz aber nicht mehr, an Zentralinstituten Professuren zu etablieren. Eine Überführung der bestehenden Professuren an eine bereits existierende Fakultät, um sich an die Änderungen anzupassen, sei laut der UdK aus finanziellen Gründen ausgeschlossen.
Zudem habe das Land die UdK aufgefordert, ihre Strukturen an die neuen rechtlichen Regeln anzupassen, wie der Tagesspiegel berichtet.
"Dramatische Folgen"
Für viele kommen die angekündigten Schließungen als Schock. Kritiker sehen in den Maßnahmen einen starken Rückschlag für die Berliner Musikszene. Sie rufen Petitionen ins Leben, die sich für den Erhalt des Studiengangs aussprechen und appellieren mit einem offenen Brief an die UdK Berlin.
Der offene Brief positioniert sich klar gegen die geplanten Schließungen, und konnte schnell über 4.000 Unterstützer gewinnen. Laut dem offenen Brief wird die Schließung schwere Folgen für die Zukunft der musikalischen Ausbildung in Berlin und Umgebung haben, da es keine vergleichbaren Alternativen auf Hochschulniveau gibt.
Unersetzlicher Verlust
Zudem besitzt Berlin eine wichtige Rolle im Bereich der elektronischen Musik einschließlich der Klangkunst und experimenteller Spielarten. Der Studiengang zieht regelmäßig Persönlichkeiten der experimentellen elektronischen Musik an und produziert Absolventen, die ihre Werke bei großen internationalen Festivals vorstellen. Das alles droht verloren zu gehen:
"Einmal aufgelöst, kann diese gewachsene Struktur der Wissensvermittlung und der Etablierung künstlerischer Exzellenz nicht wiederhergestellt werden!"
Angesichts der schwierigen Finanzlage der UdK ist aber unklar, ob diese Argumente die Verantwortlichen umstimmen werden. Am 11. Februar entscheidet der akademische Senat der UdK über die Einstellung des Studienganges.
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