Schutz und Monetarisierung kreativer Inhalte
Sony Music investiert Millionenbetrag in KI-Start-up Vermillio
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Sony Head Office (2023). © Sony Music
Vermilio hat sich auf den Schutz und die Monetarisiserung von Inhalten im Zeitalter der generativen KI spezialisisert. Mit seinem Produkt TraceID bietet das Unternehmen eine digitale Plattform an, die es Rechteinhaber*innen ermöglicht, KI-generierte Inhalte zu identifizieren, zu lizenzieren und gegebenenfalls zu melden.
Die Plattform ist dazu in der Lage automatische Takedown-Anfragen zu verschicken und Zahlungen für lizenzierte Inhalte zu verhalten. Besonders in der Musikindustrie, in der der Einfluss von KI immer größer wird, gewinnen solche Technologien zunehmend an Bedeutung.
Sony erhöht Beteiligung
Sony Music und Vermillio kooperieren bereits seit 2023. Gemeinsam beteiligen sich die Unternehmen als Partner an dem KI-gestützten Projekt "Metallic Spheres In Colour" von Pink Floyds David Gilmour. Gemeinsam sollten KI-Tools zur Erstellung von Tracks und Artwork entwickelt werden.
Wie Vermillio dem Nachrichtenmagazin Axios mitgeteilt hat, erhöht Sony Music seine Beteiligung an dem Start-up nun. Damit verfolgt Sony Music eine doppelte Strategie: den Schutz geistigen Eigentums und die Erschließung neuer Geschäftsmodelle mit KI-Technologien.
KI als Chance und Herausforderung für die Musikindustrie
Dennis Kooker, Präsident für globales digitales Geschäft bei Sony Music, erklärte, dass eine ethische und transparente Nutzung von KI-Schöpfungen im Mittelpunkt der Partnerschaft stehe:
"Dan Neely [Vermillio-CEO] und das Team von Vermillio teilen unsere Vision, dass eine klare Zustimmung, eindeutige Zuschreibung und faire Vergütung für professionelle Kreative essenziell sind, um Monetarisierungspotenziale zu erschließen."
Vermillio bietet seinen Kunden – darunter neben Sony Music auch Sony Pictures (Filmstudio), Talentagenturen wie WME und einzelnen Artists – eine Reihe von Tools, um Inhalte zu schützen und gleichzeitig neue kreative Möglichkeiten zu erschließen. So kam TraceID bereits bei einem Spider-Man: Across the Spider-Verse-Projekt mit Sony Pictures zum Einsatz, bei dem Fans KI-generierte Charaktere erschaffen konnten.
Wachsende Bedeutung von KI im Kreativsektor
Die Finanzierungsrunde kommt zu einer Zeit, in der immer mehr Unternehmen nach Wegen suchen, generative KI verantwortungsbewusst zu nutzen. Während einige Unternehmen wie Sony Music rechtliche Schritte gegen unautorisierte KI-Nutzung einleiten – etwa in Klagen gegen die Start-ups Suno und Udio wegen Urheberrechtsverletzungen – setzen sie gleichzeitig auf innovative Technologien zur Sicherung und Monetarisierung von Inhalten.
Vermillio-CEO Dan Neely betont, dass sein Unternehmen die notwendigen "Leitplanken" für eine generative Internetwelt setzen wolle. Inspiriert wurde er dazu durch die Verbreitung von Deepfake-Technologien und die Bemühungen von Künstlern wie Jay-Z, unautorisierte KI-generierte Inhalte entfernen zu lassen.
Vor der aktuellen Investition ist es Vermillio gelungen, weitere 7,5 Millionen US-Dollar in einer Finanzierungsrunde von Angel Investoren zu erhalten.
Mit dem Engagement von Sony Music und der wachsenden Relevanz von KI-Content-Schutzlösungen dürfte Vermillio eine zentrale Rolle in der Schnittstelle zwischen Künstler*innen, Rechteinhabern und Technologieentwickler*innen spielen.
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