Trotz rückläufigem Nettogewinn
Spotify wächst im 3. Quartal weiter: Aktienkurs legt kräftig zu
spotify streaming musikbusiness
© Abdulkadir Emiroğlu
Der Musikstreamingdienst Spotify hat seine Geschäftszahlen für das dritte Quartal vorgelegt. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 16 Prozent auf 4,97 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis verbesserte sich um 15 Prozent auf 672 Millionen Euro.
Mehr als 300 Millionen Premium-Abonnenten
Die Zahl der zahlenden Abonnenten stieg gegenüber dem Vorjahr um neun Prozent auf 306 Millionen. Allein im dritten Quartal gewann Spotify sechs Millionen Premium-Abonnenten hinzu und übertraf damit die eigene Prognose um eine Million.
Insgesamt verzeichnete die Plattform 788 Millionen monatlich aktive Nutzer. Das entspricht einem Anstieg von elf Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Davon nutzten 499 Millionen Menschen das werbefinanzierte Angebot.
Das Geschäft mit Premium-Abonnements bleibt der wichtigste Umsatztreiber. Die entsprechenden Einnahmen stiegen um 17 Prozent auf 4,49 Milliarden Euro. Der durchschnittliche monatliche Umsatz pro Premium-Abonnent erhöhte sich um 9,3 Prozent auf 4,95 Euro. Neben dem Abonnentenwachstum trugen somit auch höhere Einnahmen je Nutzer zur Umsatzsteigerung bei.
Die Werbeerlöse legten um zehn Prozent auf 482 Millionen Euro zu. Spotify verwies dabei auf eine steigende Zahl verkaufter Werbeeinblendungen im Musikbereich, während die erzielten Preise unter Druck standen.
Nettogewinn geht deutlich zurück
Trotz der positiven operativen Entwicklung sank der Nettogewinn erheblich. Er verringerte sich von 899 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf 518 Millionen Euro. Das entspricht einem Rückgang um rund 42 Prozent. Auch gegenüber dem zweiten Quartal 2026, als Spotify einen Nettogewinn von 545 Millionen Euro erzielte, fiel das Ergebnis niedriger aus.
Allerdings war das Vorjahresquartal von einem außergewöhnlich hohen Nettogewinn geprägt. Im dritten Quartal 2025 hatte Spotify sein Nettoergebnis gegenüber dem entsprechenden Zeitraum 2024 von rund 300 Millionen auf 899 Millionen Euro nahezu verdreifacht.
Im laufenden Geschäft verzeichnete Spotify unterdessen höhere Aufwendungen, unter anderem für Marketing sowie Cloud- und KI-Dienste. Der freie Cashflow ging im Jahresvergleich um neun Prozent auf 735 Millionen Euro zurück.
Aktienkurs steigt trotz Gewinnrückgang
An der Börse wurden die Geschäftszahlen positiv aufgenommen. Die Spotify-Aktie legte nach Bekanntgabe der Geschäftszahlen um mehr als 10 Prozent zu und notiert über 584 Euro.
Dabei blieb der Gewinn je Aktie hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Für die positive Börsenreaktion dürften vor allem das anhaltende Abonnentenwachstum und der optimistische Ausblick auf das vierte Quartal ausschlaggebend gewesen sein.
Rekordgewinn in Aussicht
In den ersten neun Monaten des Jahres erzielte Spotify einen operativen Gewinn von insgesamt 2,04 Milliarden Euro. Für das vierte Quartal erwartet das Unternehmen weitere 820 Millionen Euro.
Sollte Spotify diese Prognose erreichen, würde das operative Jahresergebnis 2026 auf rund 2,86 Milliarden Euro steigen. Das wären etwa 30 Prozent mehr als im Vorjahr und zugleich der höchste operative Jahresgewinn in der Unternehmensgeschichte.
Für das vierte Quartal rechnet Spotify außerdem mit einem Umsatz von 5,2 Milliarden Euro. Die Zahl der Premium-Abonnenten soll auf 316 Millionen und die der monatlich aktiven Nutzer auf 818 Millionen steigen.
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