Unternehmen legt zudem Geschäftszahlen vor
Spotify will KI-Remix-Tool auch ohne Mitwirkung aller Major-Labels starten
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© Pew Nguyen
Bereits seit längerem arbeitet die Streaming-Plattform Spotify an einem neuen KI-Remix-Tool, das den Benutzern ermöglichen soll, aus einer Bandbreite an Songs eigene Coversongs und Remixe zu erstellen.
Das Modell soll voraussichtlich als kostenpflichtiges Add-on vermarktet werden. Zunächst soll es allerdings einen Beta-Testlauf durchlaufen, um Daten zu sammeln und das Modell weiter zu optimieren. Co-CEO Gustav Söderström erklärte während der Telefonkonferenz zum Geschäftsergebnis des zweite Quartals 2026:
"Insgesamt gesehen gibt es vor dem Start noch einiges zu tun, und es wird einige Zeit dauern, bis sich das Projekt zu einem wesentlichen Umsatztreiber entwickelt."
Nicht alle Major Label müssen an Bord
Im Mai wurde bereits die Universal Music Group (UMG) als Kooperationspartner für die Markteinführung des Remix-Tools vorgestellt. Nun wurde auch eine Vereinbarung mit Merlin, der Lizenzvergabestelle für unabhängige Labels und Vertriebsgesellschaften, publik gemacht.
Dadurch erhalten Künstler aus dem 30.000 Label großen Netzwerk der Organisation die Möglichkeit, ihre Musikkataloge für KI-generierte Covers und Remixe bereitzustellen.
Über Verträge mit den anderen beiden großen Plattenfirmen Warner Music und Sony Music wurde bislang nichts bekannt gegeben und laut Co-CEO Gustav Söderström werden diese auch nicht zwingend notwendig sein.
Geschäftszahlen für Q2 2026
Nach einer sehr starken Kursentwicklung in den vergangenen Jahren ist die Spotify-Aktie seit Jahresbeginn 2026 im Minus. Nun veröffentlichte Spotify seine Geschäftszahlen für das zweite Quartal 2026.
In diesem Zeitraum übertraf der Streamingdienst erstmals die Marke von 300 Mio. zahlenden Abonnenten. Im Jahres-Vergleich bedeutet das eine Steigerung von 9 Prozent. Auch die Gesamtzahl der monatlich aktiven Nutzer stieg im Jahresvergleich um 12 Prozent auf 777 Millionen.
Der Umsatz legte gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozent auf rund 4,8 Mrd. Euro zu und auch das Betriebsergebnis lag mit 655 Millionen Euro etwas über den Markterwartungen.
Trotz der positiven Quartalszahlen reagierte die Börse verhalten. Grund sind unter anderem Befürchtungen bezüglich des KI-Vormarsches des Unternehmens sowie die Ankündigung, dass das zukünftige Wachstum durch Preisanpassungen der Abonnement-Stufen erzielt werden soll, was zu einem geringeren User-Wachstum führen werde.
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