"Es geht um die Kontakte"

Stephan Hengst (Teleporter Music) über Künstleraufbau im heutigen Musikbusiness

Interview veröffentlicht von Markus Biedermann am 19.06.2014, 14:26

Tags: Stephan Hengst Teleporter Music Music Pool Berlin Musikbusiness Künstleraufbau

Stephan Hengst (Teleporter Music) über Künstleraufbau im heutigen Musikbusiness

Stephan Hengst, © Pablo Ruiz Holst

Untertagen, Listen to Polo und Minitimer Katzenposter vertrauen seinen Diensten, haben sich in die Hände von Teleporter Music begeben. Seit fünf Jahren betreut Stephan Hengst seine Artists nun schon in den Bereichen Künstlermanagement, Promotion und Label Services. Wir sprachen mit dem Musikbusiness-Experten des Music Pool Berlin über seinen Weg in die Branche und hörten uns an, was er dank seiner bisherigen Berufserfahrung Newcomern und Einsteigern empfehlen kann.

Backstage PRO: Hallo Stephan! Ich rufe dich gerade aus Mannheim an, eine Ecke, zu der du durch dein Studium an der Popakademie wahrscheinlich noch einen persönlichen Bezug hast?

Stephan Hengst: Ja – ich habe von 2007 bis 2010 an der Popakademie studiert.

Backstage PRO: Die Motivation dazu kam daher, dass du schon immer selbst Musik gemacht hast?

Stephan Hengst: Genau! Ich habe viel in Bands gespielt und mich immer schon um die Organisation und das Management gekümmert. Das waren zuerst Schülerbands, aber mit der Zeit und von Band zu Band hat sich das immer mehr professionalisiert. Irgendwann wollten wir die ersten Schritte ins richtige Musikbusiness machen, es gab Plattenfirmen, die Interesse bekundeten. Zu der Zeit habe ich quasi die ersten Basics des Business gelernt. Deshalb habe ich damals meinen Job gekündigt. Ich hatte eine klassische kaufmännische Ausbildung, aber jetzt konnte ich mich voll auf die Musik konzentrieren. Ich habe mir aber als Antwort auf die Frage, was ich machen würde, wenn es mit der Band mal nicht mehr so funktioniert, schon überlegt, dass ich das Musikmachen und das Kaufmännische verbinden will. So bin ich auf die Popakademie gekommen. Spätestens als sich das mit der Band irgendwann erledigt hatte war klar, dass ich dorthin gehe.

"Ich möchte künstlernah arbeiten"

Backstage PRO: Das heißt mit den Band hat es zwar nie so richtig geklappt, aber du bist ja dennoch in der Branche gelandet. Wann kam dann der ausschlaggebende Punkt, an dem du entschieden hast mit Teleporter Music dein komplett eigenes Ding zu machen?

Stephan Hengst: Das war so gegen Ende des Studiums, also so 2009. Mir war klar, dass ich möglichst künstlernah arbeiten möchte. Die passenden Berufe dafür sind entweder A&R oder im Bereich Künstlermanagement. Aufgrund meiner Erfahrung aus der früheren Festanstellung wusste ich, dass ich das nicht nochmal machen möchte, sondern lieber in die Selbständigkeit im Bereich Künstlermanagement gehe. So gesehen lief das bei mir genau anders herum, als bei den meisten Kollegen. Oft ist es ja so, dass man durch die aktuelle Tätigkeit bereits mit einem bestimmten Künstler in Kontakt steht und dann beschließt, sich gänzlich darauf zu konzentrieren.

Backstage PRO: Du hast das Risiko nicht gescheut, in dieser Branche im Umbruch ein selbständiges Unternehmen anzugehen?

Stephan Hengst: Überhaupt nicht. Mir war einfach klar, dass ich das so machen will. Da schlug die negative Erfahrung mit einer Festanstellung deutlich zu Buche. Außerdem ist das Risiko als Künstlermanager durchaus überschaubar. Du hast zum Beispiel keine hohen initialen Kosten neben der üblichen Lebensunterhaltungskosten. Du brauchst schließlich keine Maschinen oder Fabrikhallen, sondern im Endeffekt nicht viel mehr als einen Rechner und einen Büroplatz.

Backstage PRO: Machen wir keinen Hehl daraus: Dein Portfolio gefällt uns natürlich, denn einige der Bands konnten wir bereits durch die ein oder andere Aktion bei Backstage PRO kennenlernen. Worauf liegt dein Augenmerk, wenn du dich zu einer Zusammenarbeit mit Künstlern entscheidest?

Stephan Hengst: Stilistisch bin ich sehr offen, auch wenn sich das meiste natürlich im Bereich Pop abspielt. Es gibt Bands, die man dem Songwritergenre zuordnen könnte ebenso wie Untertagen, die mehr rocken, diese mit deutschen Texten, andere Künstler singen auf Englisch – Abwechslung ist also da, aber es ist alles irgendwie Pop. Ich mache ja selbst auch noch elektronische Musik, allerdings eher hobbymäßig, denn das ist einfach in den Hintergrund gerückt. Auch auf dieser Schiene muss es aber Pop bleiben und darf nicht in reine Clubmusik abdriften. Auch HipHop würde ich wahrscheinlich nicht machen. Da bin ich einfach nicht genug in der Szene drin. Dasselbe gilt für Metal oder Hardrock.

"Mittlerweile bin ich strenger"

Backstage PRO: An welchem Punkt ihrer Karriere oder Entwicklung sollten sich die Musiker befinden?

Stephan Hengst: Am Anfang war ich da ziemlich entspannt. Es musste mich vor allem musikalisch begeistern. Natürlich sollte es auch eine gewisse Professionalität besitzen, vor allem was das handwerkliche angeht. Mittlerweile bin ich da strenger. Natürlich darf eine Band noch gewisse Baustellen aufweisen, aber es sollte nicht mehr total unklar sein, ob man das Projekt zu einem wirtschaftlichen Erfolg wird führen können. Der Erfolg als solcher muss zwar noch nicht eingetreten, der Künstler also noch nicht etabliert sein, aber eine bestimmte Gewissheit muss ich durchaus gewinnen. Wo auch immer die dann herkommt – zum Beispiel, weil schon ein starkes Following da ist, weil es ein besonders innovativer oder gefragter Sound ist, oder was immer…

Backstage PRO: Wie ergibt sich eine Zusammenarbeit typischerweise: Gehst du selbst auf interessante Künstler zu oder wirst du mit Bewerbungen überhäuft?

Stephan Hengst: Mittlerweile ist es schon so, dass sich die Künstler bei mir melden oder ich von Dritten eine Empfehlung erhalte. Dass ich selbst auf jemanden stoße, auf den noch niemand anderes gestoßen ist? Dieser Fall ist wirklich selten geworden.

"Klassisches Artist Development gehört der Vergangenheit an"

Backstage PRO: Wie siehst du die Entwicklung in der Branche: Hat sich wesentliches an der Arbeit mit neuen Künstlern geändert, die man etablieren will?

Stephan Hengst: Ein großer Unterschied im Vergleich zu früher ist, dass der Aufbau eines Geschäftspartnernetzwerks ein wichtiger Schritt schon ganz zu Beginn einer professionellen Künstlerkarriere ist. Man hat zwar heute durch das Internet viele DIY-Möglichkeiten, bekommt aber mit einem kleinen Team, das eventuell nur aus der Band, die ja in erster Linie Musik machen soll, plus Management besteht, nicht alles alleine gewuppt. Man muss das Team vergrößern, das um den Künstler herum arbeitet, also Promoter, Vertriebsleute und so weiter ins Boot holen. Es wird leider immer schwieriger solche Leute zu finden, wenn bei der betreffenden Band bisher noch gar nichts ging.

Backstage PRO: Ein Problem, das seit einiger Zeit den Major-Labels vorgehalten wird.

Stephan Hengst: Klassisches A&R und Artist Development gehören der Vergangenheit an. Wenn man diesen Weg gehen will, also zum Beispiel im Idealfall über ein Major-Label veröffentlichen, dann muss da im Vorfeld schon immens viel passieren, bevor potenzielle Partner sagen, dass sie darauf richtig Bock drauf haben. Du musst bestenfalls schon einen Hype gehabt haben. Bei Youtube mit zwei Millionen Views, wie es Untertagen gelungen war. Oder ähnliches in dieser Dimension – dann ist es relevant. Kurz gesagt muss der Künstler schon selbst bewiesen haben, dass seine Idee funktioniert und er mit seiner Musik Erfolg haben kann. Deshalb gibt es die klassischen Partner auf einer bestimmten Ebene einfach nicht mehr. Auf der anderen Seite bedeutet das natürlich manchmal auch, dass du diese Leute ja gar nicht mehr brauchst, denn du hast schon selbst bewiesen, dass du es hinbekommst. Da hilft dann vielleicht eher eine kleine Finanzspritze von irgendwoher, um eine Produktion zu wuppen oder um Geld für Marketing ausgeben zu können. Vielleicht ist ein großes Label dann überflüssig.

"Man muss für jeden Künstler die richtigen Partner finden"

Backstage PRO: Diese „Lücke“ ersetzen heute ja ganz verschiedene Dinge, ob Initiativen und Firmen aus dem Indie-Sektor oder Auf-eigene-Faust-Aktionen wie Crowdfundings etc.

Stephan Hengst: Man kann ja eine ganz einfache Rechnung aufmachen: Wenn du einen klassischen Labeldeal mit einem Major machst, dann bekommst du als Künstler maximal 20% der Verkaufserlöse. Eher weniger. Wenn ich selbst das Label bin oder um den Künstler herum eine eigene Labelstruktur aufbaue, dann sind es im besten Fall nur 20%, die ich abgeben muss – ich behalte also um die 80%. Ein klassisches Label müsste also ungefähr viermal soviel Tonträger verkaufen, damit ich als Künstler auf dasselbe Income komme. Natürlich ist das nur eine grobe Rechnung und es kommt immer auf dein einzelnen Deal an, aber Überlegungen dieser Art müssen heute einfach sein. Für jeden Künstler muss komplett und gut durchdacht werden, wer die richtigen Partner sind.

Backstage PRO: Kann man das als Tipp so zusammenfassen: Wendet euch nicht an die großen Labels, sondern steckt eure Zeit und Kraft in den Aufbau eines schlagkräftigen Partnernetzwerks?

Stephan Hengst: Auf jeden Fall. Denn es ist auch so: Wenn man zu früh an einen großen Partner herantritt, und wenn dieser dann einmal abgelehnt hat – warum auch immer – wenn die ganze Geschichte also schonmal negativ bewertet wurde, dann ist es später umso schwieriger, nochmal einen Fuß in die Tür zu bekommen.

Backstage PRO: Das Stichwort hierzu lautet wohl "verbrannte Erde"…

Stephan Hengst: Und zwar auch obwohl es vielleicht Quatsch ist. Vielleicht hat das angefragte Label ja Recht und das Projekt ist noch nicht so weit, dass es relevant ist. Zwei Jahre später kann man damit aber durchaus an diesem Punkt angekommen sein. Die ursprüngliche negative Einstellung dazu wird sich aber in den meisten Fällen einfach nicht mehr ändern.

"Backstage PRO? Super Sache!"

Backstage PRO: Ist dieser ganze Aufbau und die Pflege eines funktionierenden Netzwerks auch der ausschlaggebende Grund dafür, dass es dich zurück nach Berlin verschlagen hat?

Stephan Hengst: Nein, das ist ganz einfach erklärt: Berlin ist meine Heimat. Natürlich sitzt ein Großteil der Industrie hier, aber das war nicht der ausschlaggebende Punkt für meine Rückkehr.

Backstage PRO: Vieles läuft eben auch online?

Stephan Hengst: Online läuft in der Tat sehr viel. Von der Vernetzung her und du hast für deine Künstler natürlich viele kostengünstige Promo-Möglichkeiten im Netz – wenn auch nicht kostenlos, denn mindestens brauchst du ja Leute, die sich darum kümmern. Online-Promo ist jedenfalls total relevant, am Ende heißt das aber nicht, dass andere Kanäle nicht mehr relevant sind. Je nach Künstler und Thema muss man gucken, ob es eher zu online zum Beispiel als gehyptes Blogthema, zu Radio oder gar TV passt.

Backstage PRO: Bei Backstage PRO bist du selbst ebenso wie einige deiner Künstler ja aktiv. Ich erinnere mich auch an konkrete Erfolge bei der ein oder anderen Aktion. Wie nutzt du solche Netzwerke und welchen konkreten Benefit kann man darüber deiner Meinung nach erreichen?

Stephan Hengst: Bei Backstage PRO ist für mich besonders die Möglichkeit über den Booking-Bereich Supportslots zu besetzten eine super Geschichte. Gerade wenn du ein Künstler bist, der selbst noch nicht so riesengroß und demnach darauf angewiesen ist, lokale Supportacts auf der Tour zu haben, die zuhause ihre Leute ziehen. Umgekehrt ist das für die lokale Band auch klasse, wenn sie mit einem Act spielen kann, der seine immerhin 200 bis 300 Leute zieht. Super Sache! Besonders gerne erinnere mich natürlich auch an die MusicMix-Aktion von Sennheiser, die über euch lief. Supergeil! Als Newcomer hast du in der Regel keine Chance, bei so etwas wirklich rein zu kommen. Beworben habe ich Künstler auch für weitere Aktionen, aber natürlich hat es nicht immer ganz gepasst.

"An Gigs zu kommen bleibt schwierig"

Backstage PRO: Du bist einer der Experten im Netzwerk des Music Pool Berlin. Sogar derjenige mit der längsten Liste an Themen! Du hast ja bereits auf einige Dinge verwiesen, die für Newcomer heutzutage schwierig zu bewerkstelligen sind. Mit welchen Fragen kommen die Musiker denn auf dich zu, wo drückt der Schuh am meisten, wozu herrscht Beratungsbedarf?

Stephan Hengst: Aus meiner Sicht ist die größte Baustelle vor allem der allgemeine Überblick übers Musikbusiness. Die Musikbranche hat so ihre Spezialitäten und jeder bekommt in irgendeiner Form nur irgendeinen Ausschnitt davon mit. Vor allem der Glamour-Faktor hat noch seine Ausstrahlung nach außen, aber wie wirklich alles funktioniert und zusammenhängt ist den wenigsten klar. Wer sind die Akteure, wer hängt wie miteinander zusammen, wer verdient wo welches Geld, welche rechtlichen Grundlagen bestehen – das ist gerade am Anfang alles sehr undurchsichtig. Nicht jeder hat Lust, Zeit oder die Möglichkeit ein entsprechendes Studium zu machen, deshalb finde ich, dass Angebote wie das des Music Pools sehr sinnvoll sind. Davon abgesehen bleibt eine der ganz drängenden Fragen, und zwar nicht nur bei Bands, die gerade zum ersten Mal aus dem Proberaum heraus wollen: "Wie komme ich an Gigs?"

Backstage PRO: Gute Frage! Was antwortest du darauf?

Stephan Hengst: Die absolut richtige Antwort habe ich darauf auch nicht. Dieses "How to get a gig" ist halt wirklich schwierig. Im besten Fall spannst du dafür professionelle Partner ein, also eine Bookingagentur mit guten Kontakten – die sind auch dabei das wichtigste. Ich selbst setzte eigentlich immer erst einen Schritt später an und sage: Wenn ihr mal Gigs habt bin ich der richtige, um euch zu sagen, wie ihr eine komplette Tour organisiert und managt.

"Man muss die eigenen Ansprüche herunterschrauben"

Backstage PRO: Eine Band, die gerade erst aus dem Proberaum heraus will, ist von diesem Status natürlich noch ein Stück weit entfernt, hat weder die Kontakte noch das Renommee, um jemanden so zu überzeugen, dass er sich direkt an die Band bindet. Was ist denn die absolute Startvoraussetzung deiner Meinung nach?

Stephan Hengst: In erster Linie muss man mal die eigenen Ansprüche herunterschrauben. Als Berliner Band zu sagen "wir fahren jetzt mal nach Bremen oder Mannheim", ohne sich vorher irgendwo einen Namen erspielt zu haben – also wer wird das sehen wollen? Wenn man sich über die eigenen Limits bewusst ist sucht man automatisch nach passenderen Möglichkeiten. Man geht zum Beispiel keinen Clubgig an, zu dem mehrere hundert Leute kommen müssten, sondern versucht einen kleinen Gig in einem Café zu spielen und lässt dort den Hut rumgehen. Lieber habe ich da 20 Leute, denen das wirklich gefällt und die fürs nächste Mal ihren Freunden Bescheid sagen. Nach zwei oder drei erfolgreichen Gigs dieser Art lohnt es sich dann vielleicht doch, mal in einem Club anzufragen. Dabei ist es wichtig, sich auch in die Gegenseite hinein zu versetzen, also in die Lage des Veranstalters, der einen ja buchen und eine Gage bezahlen soll. Was sind dessen Bedürfnisse und Ansprüche und können wir das erfüllen?

Backstage PRO: Was hältst du von Contests und Pay To Play, um an Auftritte zu kommen?

Stephan Hengst: Von P2P halte ich gar nichts. Selbst wenn wenige Leute kommen oder der Eintritt frei ist: die Veranstalter verdienen ja immer Geld über die Gastronomie. Im großen Rahmen findet das natürlich statt, so kann man sich ja zum Beispiel auf manchen großen Festivals für einen Nachmittags-Slot einkaufen. Eventuell gibt es auf dieser Ebene ja einen relevanten Promotion-Effekt. Das muss jeder für sich entscheiden. Auch bei Contests. Es gab ja mal eine Zeit, in der es total verschrien war, daran teilzunehmen. Diese Haltung verstehe ich, dass man Musik als Kunst betreibt und einem der Wettbewerbsgedanke widerstrebt. Aber auf der anderen Seite erhält man ggfs. eine gute Präsentationsfläche. Es gibt durchaus interessante Contests, die von Künstlern genutzt werden, um Akteure aus der Industrie auf sich aufmerksam zu machen. Ich vergleiche das gerne mit dem Coaching-Programm der Popakademie, dem Bandpool. Da darf man sich auch fragen: Brauche ich diese Workshops jetzt wirklich, durch die ich eventuell sogar in eine Richtung geschliffen werde, die mir aus künstlerischer Sicht gar nicht passt? Auf der anderen Seite muss man sehen, dass es schon beim Vorspielen vor allem um die Kontakte geht, denn schließlich präsentiert man sich mindestens 10 relevanten Köpfen aus der Musikindustrie. In meinen Augen ist dies das Wichtigste an der ganzen Bandpool-Geschichte. Man hat ein richtiges Showcase. Dafür muss man dann aber auch richtig vorbereitet sein. Das unterschätzen viele! Man bewirbt sich, weil man sich ja noch verbessern will, spielt vor dieser Jury aus A&Rs und die finden einen scheiße – naja dann bringt auch das ganze Coaching nichts mehr, weil sie dich ja von vornherein schwach bewertet haben.

Backstage PRO: Was passiert über diese Anfänger-Schwelle hinaus auf dem weiteren Weg ins Business, sobald mit Partnern gearbeitet wird, also zum Beispiel ab dem Zeitpunkt, an dem du deine Hände ins Spiel bringst?

Stephan Hengst: An diesem Punkt tritt bei allen Bands ein Mentalitätswechsel ein. Die merken plötzlich: Da ist jetzt jemand aus der Industrie – zwar noch keine Plattenfirma, aber doch jemand der das Management macht – der in uns das Potenzial für einen wirtschaftlichen Erfolg sieht. Der Künstler beginnt dann ganz anders über sich und seine Musik nachzudenken. Aus dem Gedanken "ich mache das nur für mich selbst" wird "ich mache das auch für andere da draußen", und zwar nicht nur für das Publikum, sondern auch jene, die eventuell noch zwischen mir und dem Publikum stehen, Plattenfirmen und andere potenziellen Partner also. Die wollen im ersten Schritt überzeugt werden, damit sie das dann weitertragen. Sobald sich Bands oder Einzelkünstler dieser Bedürfnisse bewusst werden fangen sie sehr schnell an sich zu professionalisieren, womit ich vor allem auch meine, dass man bewusster damit umgeht was man da eigentlich macht.

Backstage PRO: Wir wünschen dir natürlich, dass du noch viele weitere starke Künstler managen wirst und danken für deine Zeit, Stephan!

Euer Feedback, eure Fragen

Liebe Backstage PRO Community! Stephan Hengst ist wie erwähnt hier bei Backstage PRO aktiv. Falls ihr konkrete Anfragen habt, könnt ihr diese direkt über sein Profil an ihn persönlich richten. Feedback zum Interview könnt ihr wie gewohnt hier in den Kommentaren loswerden!

Simon (Gitarrist bei Epic Holiday): Interessantes Interview, gerne mehr davon!
21.06.2014, 14:33
Markus Biedermann
Markus Biedermann (Redaktion, Mannheim): Danke Simon! Die anderen aktuellen Interviews hast du dir bereits reingezogen, zB das mit Marc Huttenlocher von Starwatch? Weiteres folgt natürlich!
www.backstagepro.de...LWGPtlJ (...) Mehr anzeigen
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23.06.2014, 13:13

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